Sextäter gesteht Mord an Buben nach 27 Jahren

Bild: AP

27 Jahre lang gab es im Entführungsfall des damals elfjährigen Jacob Wetterling keine Spur. Vor wenigen Tagen wurden die sterblichen Überreste des Buben unweit seines Heimatortes gefunden. Der Hauptverdächtige, der bereits wegen anderer Sexualdelikte gegenüber Kindern in Untersuchungshaft saß, legte nun ein Geständnis ab.

Der damals elf Jahre alte Jacob Wetterling wurde im Jahr 1989 im US-Bundesstaat Minnesota am helllichten Tag mit vorgehaltener Waffe entführt. Seinen Bruder und einen Freund ließ der bewaffnete und maskierte Täter laufen. Seitdem fehlte von Jacob jede Spur - bis zur vergangenen Woche. Am Wochenende bestätigten Behörden, dass die sterblichen Überreste des Buben gefunden worden sind.

Jahrzehntelang hatten die Ermittler vergeblich versucht, das Verbrechen aufzuklären. Erst im vergangenen Jahr ergab sich eine heiße Spur, als die Polizei den 53-jährigen Danny H. wegen Besitzes von Kinderpornografie festnahm. Ihm konnten DNA-Spuren zugeordnet werden, die am Pulli eines Zwölfjährigen gefunden wurden, der neun Monate vor Jacob Wetterlings Verschwinden Opfer einer Sexattacke wurde. 

Verdächtiger gestand Sexmord in Verhör

Die Ermittler hatten einen Zusammenhang zwischen den Taten immer vermutet, doch die Beweise fehlten bisher immer. Im Verhör gestand der Verdächtige schließlich beide Verbrechen und führte die Beamten zur Stelle, an der er den Elfjährigen verscharrt hatte. Er habe den Buben entführt und anschließend sexuell missbraucht, gestand er. Dann habe ihn angesichts des weinenden Kindes die Panik ergriffen.

"Ich habe die Pistole aus meiner Tasche gezogen. Ich habe zwei Kugeln geladen. Ich habe ihm gesagt, er soll mir den Rücken zuwenden. Ich habe den Revolver an seinen Kopf gehalten und habe weggeschaut." Dann habe er geschossen, so das schreckliche Geständnis des 53-Jährigen.

 

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