Der 55-Jährige kennt sich mit Prozessen bereits bestens aus. Nun stand er in Feldkirch (Vbg.) vor Gericht, weil er ausgerechnet eine Polizistin malträtiert haben soll. Die Frau war zuerst über beide Ohren in den Mann verliebt, doch später begann sie der Angeklagte durch unberechenbare Gewaltausbrüche und Psychoterror einzuschüchtern. Er zwang sie öfters unter Androhung von Vergewaltigung zu Sexspielen. Außerdem – so die Anklage – nahm er die Frau nach Strich und Faden aus. Wollte sie dem Vorarlberger kein Geld geben, schrie er sie regelmäßig an: "Ich bring dich um!"
Einer weiteren ehemaligen Freundin hielt der 55-Jährige ein Messer an den Hals und schwor, sie zu töten, falls sie nicht seine Wünsche erfüllt. Als sie die Beziehung beendete, stalkte sie der Gewalttäter mehr als ein Monat lang massiv.
Der Strafrahmen in dem Verfahren betrug ein bis zehn Jahre Haft. Angesichts der 21 einschlägigen Vorstrafen wegen ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit sei dem Schöffensenat nichts anderes übrig geblieben, als die Höchststrafe zu verhängen, sagte dessen Vorsitzender. Der Mann muss zehn Jahre hinter Gitter, das Urteil ist nicht rechtskräftig.
(mah)