Welt

Shanghais Bevölkerung fürchtet um Gesundheit

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:12

Nach dem Fund von bisher 2.800 Schweinekadavern in Shanghais wichtigstem Fluss Huangpu sorgen sich die Bewohner der Millionenstadt um die Sauberkeit des Wassers. Chinesische Behörden versicherten indes, dass Wasserproben bisher "normale" Werte zeigten.

Nach dem Fund von bisher 2.800 Schweinekadavern in Shanghais wichtigstem Fluss Huangpu bangen die Bewohner der Millionenstadt um die Sauberkeit des Wassers. Chinesische Behörden versicherten indes, dass Wasserproben bisher "normale" Werte zeigten.

Während die Behörden etwaige Gefahren bisher verneinten, machten sich die Einwohner der chinesischen Großmetropole am Montag zunehmend Sorgen um ihre Gesundheit. "Ist das Wasser noch trinkbar, nachdem tote Schweine darin trieben?", wurde ein Bürger von der Zeitung "China Daily" zitiert.

Der Huangpu fließt mitten durch Shanghai und ist der wichtigste Fluss der Stadt. Die ersten Tierleichen wurden Berichten zufolge bereits vergangenen Donnerstag gefunden. Sie könnten von Bauern in der flussaufwärts gelegenen Provinz Zhejiang ins Wasser geworfen worden sein, nachdem sie an einer Krankheit verendet waren.

Stündliche Wasserproben

Angesichts der Ängste der Bevölkerung ist die Stadtverwaltung um Entwarnung bemüht. Stündlich werden Wasserproben genommen. Bisher seien aber alle Werte "normal", ließen die Behörden verlautbaren. Zwölf Boote waren währenddessen im Einsatz, um die bisher 2.800 Kadaver zu bergen.

Arbeiter zogen laut dem Bericht eines AFP-Fotografen mit langen Stangen die grau und lila angelaufenen Kadaver aus dem Fluss auf ein Boot. Der Gestank von verrottetem Fleisch hing in der Luft. Bei den toten Schweinen handelte es sich sowohl um Jungtiere als auch um ausgewachsene, mehrere hundert Pfund schwere Exemplare.

APA/red

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen