Shira (16) starb nach der Messerattacke auf Gay Parade

Bei einer Homosexuellenparade in Jerusalem hat ein orthodoxer Jude vor wenigen Tagen mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und sechs davon zum Teil schwer verletzt. Eine junge Frau befand sich tagelang in Lebensgefahr, nun ist die 16-jährige Shira Banki ihren Verletzungen erlegen. Ganz Israel steht unter Schock.

Bei einer Homosexuellenparade in Jerusalem hat ein orthodoxer Jude vor wenigen Tagen mehrere Menschen .

Am Sonntagabend, als der Tod von Shira bekannt wurde, haben tausende Menschen in Jerusalem und Tel Aviv mit einem Kerzenmeer der Verstorbenen gedacht. Am 30. Juli hatte ihr der ultraorthodoxe Jude Yishai Shlissel (50) ein Messer in den Rücken gerammt. Auch fünf weitere Teilnehmer der Gay Parade wurden teils schwerst verletzt, zwei davon schweben nach wie vor in Lebensgefahr.

"Umgebracht, weil sie glücklich war"

Über Facebook hat sich Shiras Familia zu Wort gemeldet: "Unsere bezaubernde Shira wurde umgebracht, weil sie ein glückliches 16-jähriges Mädchen war, voller Leben und Liebe. Sie kam, weil sie die Rechte ihrer Freunde unterstützte, die leben, wie sie sich entschieden haben." Schockierend: Der Messerstecher war kein Unbekannter. Shlissel verletzte bereits 2005 bei der Gay Parade drei Menschen und war erst Tage vor der neuerlichen Attacke wieder aus der Haft entlassen worden.

Riesige Anteilnahme für Opfer

Der Messerangreifer steht mittlerweile vor Gericht, das er aber laut "Haaretz" nicht anerkennt. Er spricht vom Gericht als "einen Teil des Bösen". Währenddessen ist die Anteilnahme am Tod von Shira riesig. Auf Facebook sprechen hunderte User ihr Beileid aus. "Macht die Erde zu einem besseren, helleren, sichereren und glücklicheren Ort. Ruhe in Frieden, Shira", schreibt eine Gedenkseite auf Facebook unter dem Hashtag #lettherebelove.

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