Shisha-Verbot: "Zerstört Existenz meiner Familie"

Gähnende Leere und lange Gesichter in einer Shisha-Bar in Wien. Wo es einst aus Wasserpfeifen dampfte, herrscht jetzt Verzweiflung. Lokalbetreiber Wahid Faily hat keine Kunden, aber Schulden.
Das seit 1. November geltende Rauchverbot in Lokalen dämpft mit einem Schlag alle rund 500 Shisha-Lokale in Österreich aus. Die gemütliche Wasserpfeifen-Bar "Faily's" in Wien-Leopoldstadt ist eine davon.

Pure Verzweiflung



Dem vierfachen Familienvater Wahid Faily, der das Lokal

unter Verpfändung seiner Wohnung zu einem Schmuckstück ausgebaut hat, steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben.

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"Meine Familie steht vor dem Nichts!"


"Ohne Einnahmen kann ich weder Miete und Kredit noch die Ausbildung der Kinder bezahlen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Wir sind ein Familienbetrieb. Meine älteren Söhne arbeiten mit, und zudem habe ich 17 Angestellte." Diese wird er wohl entlassen müssen.

Viele Lokale betroffen



Ähnliches droht in 250 weiteren Shisha-Lokalen in Wien. Faily: "Durch ein unüberlegtes Gesetz stehen über tausend Leute ohne Job da." Er lädt Politiker aller Parteien in sein Lokal, damit sie sich ein Bild machen können. Denn Faily hofft auf eine Ausnahme für Shisha-Bars, um zu überleben.

Der Kurde fügt traurig hinzu: "Bei uns wurde echte Integration gelebt. Juden saßen neben Arabern, Serben neben Albanern – friedlich bei einer Pfeife mit Apfeltabak."

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