Sicheres Wien: Niedrigste Anzeigen-Zahl seit zehn Ja...

General Franz Lang, Innenminister Herbert Kickl und die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit Michaela Kardeis stellten die Kriminalstatistik 2017 vor.
General Franz Lang, Innenminister Herbert Kickl und die Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit Michaela Kardeis stellten die Kriminalstatistik 2017 vor.Bild: Helmut Graf

Die Bilanz des Bundeskriminalamts für Wien für das Jahr 2017: Die Gesamtzahl der Anzeigen ist von 205.219 (2016) auf 190.056 im Jahr 2017 gesunken. Das sind um 7,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Im Jahr 2017 gab es mit 190.056 Anzeigen die niedrigste Anzahl zehn Jahren. Für die Wiener Polizei war das vergangene Jahr erfolgreich: Die Aufklärungsquote stieg um 4,5 Prozent – auf ganze 42,5 Prozent.

Weniger Gesamt-Anzeigen, mehr Pkw-Diebstähle

Im Vergleich dazu gab es im Jahr 2009 mit 228.486 die meisten Anzeigen. Während die Aufklärungsquote 2008 noch bei 28,1 Prozent stand, können wir 2017 mit 42,4 Prozent eine weitere Steigerung und einen historischen Höchststand verzeichnen.

Die Anzahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäusern ist von 6.173 (2016) auf 5.484 (2017), somit um 11,2 Prozent gesunken. Im Jahr 2008 gab es noch 10.274 Anzeigen.



Der Diebstahl von Kraftfahrzeugen (Pkw, Lkw, Krafträder) ist von 1.418 (2016) auf 1.225 (2017) und somit um 13,6 Prozent gesunken. Im Jahr 2008 wurden noch 3.711 Anzeigen verzeichnet.

2017 mehr Pkw-Diebstähle, weniger Gewalt

Die Anzahl der PKW-Diebstähle ist von 686 (2016) auf 723 (2017), somit um 5,4 Prozent, gestiegen. Im Jahr 2008 wurden noch 1.943 Pkw-Diebstähle zur Anzeige gebracht.



Im Bereich der Gewaltkriminalität hat die Zahl der Anzeigen von 16.618 (2016) auf 16.016 (2017) und somit um 3,6 Prozent abgenommen. Ein Großteil davon sind Anzeigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit einer Abnahme von 15.864 (2016) auf 15.296 (2017) Fälle.

Zwei ungeklärte Todesdelikte

Bei den vollendeten Tötungsdelikten konnte abermals ein Rückgang von 17 auf 12 Fälle registriert werden. Zwei Tötungsdelikte aus dem Jahr 2017 sind derzeit noch ungeklärt.



Weniger Sexualdelikte

Die Anzeigen im Bereich der Sexualdelikte gem. § 201 StGB bis § 207b StGB sind von 697 (2016) auf 651 (2017) zurückgegangen.

Im Jahr 2008 wurden noch 887 Delikte angezeigt. Die Anzahl der sexuellen Belästigungen gem. § 218 StGB – also sexuelle Belästigung – ging ebenfalls von 655 (2016) auf 538 Delikte zurück. Anzeigen wegen Vergewaltigung gab es 2017 275, im Jahr 2016 waren es noch 343.

Anstieg von Messerattacken in Wien

Bei Messerattacken gibt es für Wien lediglich die Zahlen für 2016: In diesem Jahr gab es 294 Anzeigen wegen Verletzungen mit Stichwaffen, 98 wegen Verletzungen mit Hiebwaffen. Im Vergleich zu 2015 (269 Anzeigen wegen Verletzungen mit Stichwaffen, 116 wegen Verletzungen mit Hiebwaffen) ist also ein Anstieg zu verzeichnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 gab es nur 121 Verletzungen mit Stichwaffen, 30 mit Hiebwaffen.

Im Deliktsbereich Wirtschaftskriminalität ist die Zahl der Anzeigen von 19.908 (2016) auf 19.867 (2017), somit um -0,2 % minimal gesunken.



Anstieg im Bereich Cybercrime

Im Bereich Cybercrime ist die Zahl der Anzeigen weiterhin stark gestiegen, nämlich von 4.256 (2016) auf 5.596 (2017) und somit um 31,5 %. Den größten Anteil dabei haben Fälle von Internetbetrug mit einer Zunahme von 23,5 %. Hier stiegen die Anzeigen von 3.341 (2016) auf 4.126 (2017) Delikte.

Weniger Überfälle auf Geldinstitute



Raubüberfälle auf Geldinstitute sind abermals zurückgegangen. Konnte man im Vorjahr noch die niedrigste Zahl mit 13 (2016) Delikten seit 40 Jahren beziffern, sind Überfälle dieser Art erneut um 46,2% zurückgegangen und im Jahr 2017 kam es zu 7 solch gelagerter Taten. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2008 noch 66 Raubüberfälle auf Geldinstitute.

Im Jahr 2016 ist es zu 4 Überfällen auf Juweliergeschäfte gekommen, 2017 war es nur noch 1 Tat.

Anstieg bei Trafik- und Tankstellenraub



Hingegen stiegen die Raubüberfälle auf Tankstellen von 9 (2016) auf 23 (2017) und Überfälle auf Trafiken von 21 (2016) auf 38 Delikte. Im Vergleich dazu kam es im Jahr 2008 zu 35 Tankstelle-Überfällen und zu 78 Trafik-Überfällen.



Der Anteil fremder Tatverdächtiger an der Gesamtkriminalität ist erneut leicht von 50,9 % (2016) auf 51,7 % (2017) angestiegen. Im Jahr 2008 betrug der Anteil der fremden Tatverdächtigen an der Gesamtkriminalität 35%.

Die Anzeigen gegen Asylwerber sind von 9.441 (2016) auf 8.543 (2017), somit um 9,5 %, gesunken. Relativ hoch ist der Anteil fremder Tatverdächtiger bei Anzeigen gem. § 129 StGB (Delikt: Einbruchsdiebstahl - Anstieg von 2.991 auf 5.193) und bei Anzeigen gem. § 27 SMG (Suchtmittelgesetz - Anstieg von 5.811 auf 6.410). (gem)

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