Airport-Spionage: Polizei hat Spur zu Salafisten

Nach dem Antiterror-Einsatz am Stuttgarter Flughafen ermittelt die Polizei unter anderem gegen Personen aus der salafistischen Szene.

Der Sicherheitsalarm, der am Donnerstagabend für alle großen deutschen Flughäfen ausgelöst wurde, wird äußerst ernst genommen.

Unbekannte hätten versucht, die Abläufe am Flughafen auszuspähen, teilte die Polizei mit. Ein terroristischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, da bereits am Donnerstagabend bekannt wurde, dass ein Verdächtiger als islamistischer Gefährder eingestuft ist.

Vier Razzien

Am Freitag wurde Konkreteres zu den Ermittlungen bekannt. Wie der "Spiegel" berichtet, soll die Polizei inzwischen vier Wohnungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen durchsucht haben.

Unter den insgesamt vier Verdächtigen befinden sich auch ein Vater und sein Sohn aus Aachen, die der Salafistenszene zugeordnet werden. Sie sind bis jetzt jedoch nicht als Gefährder eingestuft gewesen.

Gegen ihn und die anderen Verdächtigen wird wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.

Verbindung nach Frankreich

Die Spur zu den Salafisten in Aachen stellt auch eine Verbindung nach Frankreich her. Am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle soll vergangene Woche ein Transporter mit einem Aachener Kennzeichen aufgefallen sein, dass dem Salafisten zugeordnet werden konnte.

Sein Sohn soll den Videoaufnahmen zufolge an der Ausspähaktion am Stuttgarter Flughafen beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittler verfügen auch über Chat-Protokolle, die sie nun auswerten.

(red)

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