Österreich

Sicherung löste sich, Bergsteiger starb

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:54

Beim Abseilen von der Reichenspitze ist ein 40-jähriger Tscheche am Samstag tödlich verunglückt. Die Sicherung riss aus, der Bergsteiger stürzte in die Tiefe. Am Sonntag ist eine Touristin bei einem Kletterunfall in der Stadelwand am Schneeberg schwer verletzt worden.

Beim Abseilen von der Reichenspitze ist ein 40-jähriger Tscheche am Samstag . Die Sicherung riss aus, der Bergsteiger stürzte in die Tiefe. Am Sonntag ist ein Deutscher in den Zillertaler Alpen in den Tod gestürzt.

Der Mann aus Prag bestieg mit vier Kollegen den Gipfel der Reichenspitze. Danach trennte er sich von der Gruppe und stieg mit einem 44-jährigen Begleiter über die Ostseite des Gipfels in Richtung Krimml ab. Das Duo versuchte, an den Gletscherrand des Rainbachkees zu gelangen.

Plötzlich riss die Sicherung des 40-Jährigen, er stürzte in die Tiefe und blieb regungslos liegen. Da in diesem Bereich kein Handyempfang war, stieg der tschechische Begleiter bis zum Krimmler Tauernhaus ab und verständigte dort die Wirtsleute.

Die verständigte Notarztmannschaft des Rettungshubschraubers konnte am späten Nachmittag nur mehr den Tod des 40-jährigen feststellen.

Deutscher stürzte in Tirol in den Tod

Am Sonntag unternahm eine vierköpfige deutsche Bergwandergruppe von Ginzling ausgehend eine Bergtour auf den 2.767 Meter hohen Dristner in den Zillertaler Alpen. Gegen 13.45 Uhr erreichte die Gruppe den Gipfel und stieg gegen 14.15 Uhr wieder entlang des markierter Steigs in Richtung Ginzling ab. Nach 20 Minuten Abstieg verlor der an zweiter Position gehende 61-jährige Mann, als er sich mit seinen Wanderstöcken abstützen wollte, das Gleichgewicht und stürzte 300 Meter weit über den steilen, felsdurchsetzten Südhang des Dristners in Richtung Wandeggkar ab.

Ein weiterer 61-jähriger Mann der Gruppe wollte zum Abgestürzten absteigen, musste dies aber wegen dem steilen und absturzgefährlichen Gelände nach 100 Metern abbrechen. Die Notärztin des alarmierten Notarzthubschraubers musste mittels Tau an der Unfallstelle abgesetzt werden und konnte nur noch den Tod des Abgestürzten feststellen.

Urlauberin verletzte sich am Schneeberg schwer

Am Sonntagvormittag ist eine Kletterin in der Stadelwand am Schneeberg in Niederösterreich verunglückt. Auf der Route "Des Kessel's neue Kleider" (Schwierigkeitsgrad -7) stürzte sie bei der achten Seillänge ins Seil. Die Bergrettung Reichenau barg die Frau mit Unterstützung des Rettungshubschraubers C3. Sie wurde ins Krankenhaus geflogen während sich ihr Partner selbstständig abseilte.

Bereits am Samstag war die Bergrettung Reichenau zu zwei Unfällen auf der Rax gerufen worden. In der Nähe des Waxriegelhauses war eine 50 Jahre alte Touristin gestürzt und hatte sich so schwer am Knöchel verletzt, dass sie nicht mehr alleine weitergehen konnte. Am Törlweg erlitt ein 83 Jahre alter Mann einen Schwächeanfall.

Epileptischer Anfall beim Wandern

Ein 53 Jahre alter Münchner hat am Sonntag bei einer Wanderung auf den Mittagskogel im Bezirk Villach Land in Kärnten einen epileptischen Anfall erlitten und ist in der Folge gestürzt. Dabei erlitt er laut Polizeiangaben leichte Verletzungen. Der Bewusstlose wurde vom Rettungsteam des Hubschraubers RK 1 per Seil geborgen und ins Landeskrankenhaus Villach geflogen.

 

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