Sido: Beschimpfungen nach Hitler-Sager

Sido ist eigentlich der neue Liebling der heimischen TV-Zuseher. Nach einem "Eklat" bei der ORF-Werbehahn-Verleihung ist sich der Rapper seiner Zuneigung nicht mehr ganz so sicher - auf Kritik reagiert er nun mit Beschimpfungen.

Sido ist eigentlich der neue Liebling der heimischen TV-Zuseher. Nach einem "Eklat" bei der ORF-Werbehahn-Verleihung ist sich der Rapper seiner Zuneigung nicht mehr ganz so sicher - auf Kritik reagiert er nun mit Beschimpfungen.

Mit seinem Sager "Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat!" bei der Gala handelte sich Sido landesweit Kritik ein.

ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz eilte beschwichtigend zu Hilfe: "Der Satz, der während Sidos Bühnenshow gefallen ist, war ausschließlich ironisch gemeint und ein Versuch des Künstlers, die Stimmung auf der Tanzfläche zu heben. Von der überwiegenden Zahl der Anwesenden wurde diese Ironie auch erkannt und daher mit einem Schmunzeln quittiert." Nachsatz: "Angesichts der Diskussion, die entstanden ist, kann dieser (Satz) auch als nicht geglückt und geschmackssicher bezeichnet werden."

Missverständnis oder Kalkül?

Sido selbst äußerte sich nun am Montag auf Twitter: "Die Österreicher diskutieren gerade darüber ob ich ein Nazi bin!!!?!!! #isdaseuerernst?" Auf Links zu kritischen Medienberichten reagiert er ausfallend: "Ihr seid doch die Schweine die das behaupten!!!" oder "Idiotenpack!"

Das neue , startet am 15. Dezember. Der "Skandal" wird den Quoten wohl nicht schaden...

Kommentar von Heute-"Szene"-Redakteurin Maria Dorner: Super-Ignorante Dodl-Offensive

Ach Sido (stand einst für Super-Intelligentes Drogen-Opfer). Jetzt hast du so eine tolle Metamorphose vom Faschings- Narren zum TV-Juror im schnieken Zwirn hingelegt – und jetzt das: Dein Sager bei der ORF-Werbegala ("Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat") macht irgendwie alles kaputt.

Die Anspielung auf Hitler war geschmackloser als so manches ORF-Gericht - es geht aber noch schlimmer: Für den Rüpel-Rapper springt ausgerechnet Noch-Programmdirektor Wolfgang Lorenz in die Bresche. Der Lorenz, der die "faschistoiden Methoden" im Privat-TV anprangerte. Der Lorenz,der die Jugend beschimpfte, die sich "im Scheiß- Internet verkriecht, um sich dort anonym auszukotzen."

Was schließen wir daraus? Auskotzen ist okay, aber nur auf Scheiß- Werbegalas. Auskotzen ist okay, aber nur, wenn man das so gar nicht anonyme Aushängeschild eines Rundfunkmonopols ist. Und auskotzen ist auch okay, wenn man's anders nicht schafft, das Partyvolk zum Tanzen zu bringen. Da kriegt man Lust auf Sidos neue Show "Blockstars" - und stellt sich die Frage: Gibt's denn eventuell die Maske noch?

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