Frau stellte sich vor Attentäter, um andere zu retten

Bild: picturedesk.com

Als Attentäter John T. Earnest das Feuer eröffnete, stellte sich Lori Gilbert-Kaye vor den Rabbiner. Der Mann überlebte, die 60-Jährige wurde vom Attentäter erschossen.

Am letzten Tag des jüdischen Pessachfestes stürmte John T. Earnest eine Synagoge in Poway (Kalifornien), eröffnete das Feuer. Eine Frau starb, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt, darunter ein achtjähriges Mädchen.

Rabbiner spricht in Video über verheerendes Attentat

Beim Angriff verlor Rabbiner Israel Goldstein zwei Finger, dass er noch lebt, hat er Lori Gilbert-Kaye zu verdanken.

Lori war in der Synagoge gewesen, um ihrer vor Kurzem verstorbenen Mutter Respekt zu zollen, für sie Jiskor zu beten. Laut Rabbi Israel Goldstein starb sie, weil sie sich zwischen ihn und den Attentäter warf. "Nach meiner Interpretation starb Lori für uns alle. Sie hat uns beschützt", so Goldstein.

Tatwaffe klemmte, viele Gläubige konnten deshalb flüchten

Laut Rabbi Goldstein klemmte die Waffe des Attentäter nach einigen Schüssen – woraufhin er und weitere Menschen aus der Synagoge flüchten konnten. Womöglich wurde so Schlimmeres verhindert.

Verletztes Mädchen war aus Israel vor den Raketen geflüchtet



In seinem Blutrausch verletzte der Attentäter noch zwei weitere Menschen – darunter die erst acht Jahre alte Noya Dahan und ihren Onkel Almog Perez.

Die Familie war erst vor wenigen Jahren von Israel wegen der vielen Raketenangriffe der Hamas-Terroristen nach Kalifornien geflüchtet. "Wir sind vor dem Feuer geflüchtet und sind im Feuer gelandet", erzählte Noyas Vater am Sonntag dem israelischen Rundfunk in einem Interview. "Wir haben Sderot wegen der Raketenangriffe verlassen. Mein Haus wurde mehrfach getroffen. Die Häuser meiner Mutter und Schwiegermutter wurden mehrmals getroffen. Ich wurde mehrfach verletzt. Wir wollten einfach nur weit wegziehen."

Onkel des Mädchen rettet vier Kinder vor dem Attentäter



Als John T. Earnest die Synagoge betrat und zu schießen begann, warf sich Almog Perez (war für Pessach nach San Diego gekommen) über seine Nichte Noya und drei weitere Kinder. Dann wartete er bis der Attentäter nachlud, schnappte sich die Kleinen und rannte los, um sie in einem Nebengebäude in Sicherheit zu bringen. Nach nur wenigen Metern schoss ihm Earnest ins Bein, die Kinder ließ Perez trotzdem nicht los. Er schleppte sie schwer verletzt bei der Hintertür hinaus.

Attentäter sitzt in Haft

Der mutmaßliche Täter, der 19-jährige Student John T. Earnest, soll seine Tat vorher im Internet angekündigt haben. Laut CNN wurde auf dem Portal 8chan im Namen des Studenten ein antisemitischer und rassistischer Hass-Brief veröffentlicht. Im Brief wird auch Bezug auf die Attacke auf Moscheen in Christchurch und auf das Attentat auf die Synagoge in Pittsburgh genommen. Außerdem bekennt sich der Verfasser des Briefs auch zu einer Brandstiftung in einer Moschee vor einigen Wochen.

Auch der Attentäter von Christchurch, Brenton Tarrant, postete einen sehr ähnlichen Brief auf dem Portal 8chan. Die Behörden überprüfen derzeit die Echtheit des Briefes von San Diego. John T. Earnest wurde kurz nach dem Angriff festgenommen und sitzt wegen des Verdachts des Mordes und des dreifachen versuchten Mordes in Untersuchungshaft.

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