Sieg zum Saisonstart: "Darf mich nicht darauf ausruhen"

Matthias Mayer
Matthias MayerGepa
Österreichs Speed-Stars legten zum Auftakt der Olympia-Saison einen Einstand nach Maß hin, feierten in Lake Louise einen Doppelsieg. 

Matthias Mayer, bereits zweimaliger Olympia-Goldmedaillengewinner, raste beim traditionellen Saisonstart im kanadischen Weltcuport in 1:47,74 Minuten zu seinem elften Weltcuperfolg, verwies Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr auf Rang zwei (+0,23). Max Franz komplettierte als Fünfter (+0,56) ein bärenstarkes Ergebnis der rot-weiß-roten Speed-Stars. 

"Darauf nicht ausruhen"

"Der erste Sieg beim Saisonauftakt, das ist ein großes Gefühl. Es war ein Ziel in meiner Karriere, hier auch einmal einen Sieg einzufahren", strahlte der 31-Jährige im "ORF"-Interview. Vor allem zeigte sich der Kärntner auch mit der Frühform mehr als zufrieden. "Es war vom Skifahren her eine super Sache, ich weiß auch, dass vom Material her alles stimmt. Das stimmt mich für die nächsten Rennen zuversichtlich", so Mayer weiter, unterstrich aber: "Der Vorsprung war nicht riesig. In den nächsten Rennen darf ich mich nicht darauf ausruhen." 

Mayer hatte jedenfalls auf der ungewohnt unruhigen Piste in Lake Louise wenige Probleme, schlich die Abfahrt gefühlvoll herab. "Es fühlt sich aber überhaupt nicht leicht an. Es war wieder ein enges Rennen. Das hab ich auch am Start gewusst", so der Kärntner weiter. 

Dass der 31-Jährige zum Start der Olympia-Saison bereits aufzeigte, kommt jedenfalls nicht überraschend. Der Kärntner hat bereits zwei Goldene zu Hause hängen, gilt als Spezialist, wenn im Zeichen der fünf Ringe um Edelmetall gefahren wird. Ist Mayer nun also ein Olympia-Favorit? "Ich werde es jedes Mal gefragt. Es kann morgen schon wieder ganz anders ausschauen als heute. Es dauert noch bis zu Olympia, aber ich werde schon schauen, dass ich auch dort in Form bin", schloss der 31-JÄhrige. 

"Konkurrenz wird uns nichts schenken"

Doppel-Weltmeister Kriechmayr konnte vor seinem Trainingskollegen nur den Hut ziehen. "Er hat nichts zugelassen, von oben bis unten hundert Prozent gegeben und verdient gewonnen", so Österreichs Sportler des Jahres. 

Für den Oberösterreicher selbst war die Startnummer der Erfolgsgarant. Kriechmayr entschied sich für die Nummer eins, legte sofort eine Bestzeit hin. "Es war sicher kein Nachteil. Ich war schon nervös, habe aber versucht, die Nervosität ins Positive umzuwandeln", lachte der 30-Jährige. Gleichzeitig hob Kriechmayr mahnend den Finger: "Die Konkurrenz wird uns nichts schenken und sagen: ,Macht so weiter, Burschen´. Es wird ein brutaler Kampf in der Saison", schloss der Oberösterreicher. 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Ski AlpinMatthias Mayer

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen