Die Feuerwehr Krems ist seit Montag mit den Löscharbeiten eines Brandes in einem etwa dreigeschossigen Silo einer Tischlerei in Krems beschäftigt. Die hartnäckigen Glutnester werden mit Stickstoff bearbeitet.
Stefan Gloimüller, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Krems, bestätigte einen Bericht von "ORF NÖ". Bei dem Versuch, das Feuer zu ersticken, war der Silo über Nacht mit Stickstoff geflutet wurden. Es dürften sich jedoch Glutnester gehalten haben, die dann Dienstagmorgen zu einer Stichflamme und zwei kleineren Explosionen geführt haben.
Großeinsatz auch am Dienstag
Unter Alarmstufe B3 trat die Feuerwehr am Dienstag neuerlich zum Großeinsatz an. Aber, so Gloimüller, je mehr Wasser man verwende, desto gefährlicher werde es, da man die Reaktionen im Inneren schwer einschätzen könne. Es wurde daher mit Zielstrahlrohren gearbeitet. Außerdem kam in der zweiten Phase ein Saugwagen zum Einsatz. Mit diesem wurden begonnen, die etwa 90 Kubikmeter Sägespäne und Holzabfälle aus dem Silo abzusaugen.
Ein Feuerwehrmann mit Atemschutzausrüstung operierte den Sauger, indem er per Seil an einen Kran gesichert von oben in den Silo gehängt wurde. Es sei, so der Sprecher, "anstrengende Arbeit". Die große Gefahr dabei sei außerdem gewesen, dass man aufgrund der Glutnester nicht gewusst habe, ob es zu weiteren Explosionen komme.
Die Absaugaktion wurde abgebrochen, nachdem zwei weitere Glutnester in den sonst durch den Stickstoff gefrorenen unteren Wänden des Silos gesichtet wurden. Diese sollen nun mit gasförmigem Stickstoff bearbeitet werden.