Auto gesprengt!

Silvester-Chaoten verbarrikadieren Feuerwehr-Zufahrt

Unzählige Pyro-Einsätze hielten die Feuerwehr in Wels auf Trab. Zwei Vorfälle schockierten dabei besonders.

Newsdesk Heute
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    Einer der zahlreichen angezündeten Müllcontainer in Wels.
    Einer der zahlreichen angezündeten Müllcontainer in Wels.
    laumat.at / Matthias Lauber

    Vor allem für die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die zu 99 Prozent von Freiwilligen gestellt werden, hatten in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Aus Oberösterreich und insbesondere aus Wels gibt es zahlreiche Berichte über durch Pyrotechnik – teils mutwillig – ausgelöste Brände und Sachbeschädigungen.

    Erst brannte am Abend in der Otto-Loewi-Siedlung im Welser Stadtteil Vogelweide eine Großraummülltonne, wenig später haben Jugendliche in der Siedlung Noitzmühle Feuer gelegt. Danach gab es nur eine kurze Verschnaufpause, denn wieder wurde in einem Park ein Altpapiercontainer in Brand gesetzt.

    Zufahrt verbarrikadiert

    Nur wenige Minuten vor dem Jahreswechsel gab es einen traurigen Höhepunkt: Stinksauer waren die Einsatzkräfte bei einem Brand in einer Wohnanlage in Wels-Neustadt. Dort brannte es in einem Müllraum, doch die Feuerwehr konnte nur über Umwege zufahren. In der Nähe des Einsatzortes war die Feuerwehrzufahrt von Unbekannten mit einem beschädigten Schranken, mehreren umgelegten Einkaufswägen sowie Mülleimern und zahlreichen Baumaterialien blockiert.

    Die Florianis mussten sich deshalb über eine benachbarte Wohnanlage Zutritt verschaffen, konnten schlussendlich aber den Brand unter Kontrolle bringen. Zum Glück war der Müllraum einige Meter von der Wohnanlage getrennt. Letztlich waren die Hilfskräfte nicht nur enttäuscht über den vermutlich mutwillig herbeigeführten Brand, sondern auch schwer sauer wegen der Behinderung ihrer Arbeit. 

    Fahrzeug gesprengt

    Zurück zum Siedlungsgebiet Noitzmühle im Welser Stadtteil Lichtenegg: Dort war die Polizei nach mehreren Bränden bereits mit einem Großaufgebot vor Ort. Kurz nach Mitternacht gab es hier einen weiteren – schockierenden – Höhepunkt. Unbekannte Täter haben einen Kleintransporter mit einem pyrotechnischen Gegenstand regelrecht gesprengt. Weit verstreut lagen Teile herum.

    Die Polizei berichtet, dass sich rund 80 Personen im näheren Umfeld des Ereignisortes aufhielten. Beim Eintreffen der Beamten ergriffen mehrere Jugendliche die Flucht, wobei ein 15-jähriger Türke durch die Polizisten nach kurzer Zeit angehalten werden konnte. Dieser gab an, dass er mit dem Ganzen nichts zu tun habe und nur aus Angst weggelaufen sei. Auf dessen Handy konnte allerdings ein Video gesichtet werden, welches einen kurzen Ausschnitt zeigt, wo ein brennender pyrotechnischer Gegenstand unter dem Fahrzeug erkennbar ist.

    Wenig später gab es schon wieder Wirbel in der Wohnanlage. Diesmal kam es in der Tiefgarage zu einer Brandmeldeauslösung. Gebrannt hat es "glücklicherweise" nicht, aber es wurden unzählige Feuerlöscher versprüht, sowie mehrere Druckknopfmelder der Brandmeldeanlage eingeschlagen. Die Feuerwehr führte Belüftungsmaßnahmen durch, die Polizei ermittelt. 

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      Sabine Hertel
      red
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