Österreich

Silvester: gesprengte Telefonzellen, 13 Verletzte

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:10

Traditionell gibt es für die niederösterreichische Polizei in der Silvesternacht einiges zu tun. Auch heuer kam es zu Bränden, Vandalismus und Unfällen mit Böllern oder Raketen. Die Bilanz: 13 Verletzte, gesprengte Telefonzellen und Briefkästen sowie Brandeinsätze aufgrund von Feuerwerken.

Bereits um die Mittagszeit des 31. Dezember ging es los: In einem Einfamilienhaus in Leopoldsdorf (Bezirk Bruck) wurde die Fassade bei einem Böller-Wurf schwer in Mitleidenschaft gezogen. In Breitenau-Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) wurde ein Kracher in einen Mistkübel geschossen – der Mülleimer fing Feuer.

Halli Galli ab 19.30 Uhr

Am Abend ging es dann im Halbstunden-Takt an die Arbeit: Um 19.30 Uhr brannte eine Gartengarnitur auf einem Balkon eines Mehrparteienhauses in Wiener Neustadt, die Feuerwehr musste ausrücken. Zeitgleich brannte auch in Biedermannsdorf (Mödling) ein Müllcontainer.

Gegen 20 Uhr sprengten unbekannte Scherzkekse eine Telefonzelle in Gänserndorf und eine in Mistelbach mit einem Feuerwerkskörper, in Bad Deutsch-Altenburg (Bruck) fing eine ganze Thujenhecke Feuer. Um 22.40 Uhr wurde in Himberg bei Wien (Bruck) ein Mistkübel in Brand gesteckt.

Insgesamt 13 Verletzte

Je näher der Countdown rückte, desto mehr passierte schließlich durch die falsche Handhabung von Böllern und Raketen: Eine 45-Jährige wollte in Marchegg (Gänserndorf) eine Feuerwerksbatterie zünden, was schief ging. Sie wurde verletzt. Auch in Gemeinlebarn (Bezirk St. Pölten-Land) erlitt ein 14-Jähriger Blessuren, als er einen Kracher zündete. 

In der Stunde nach Mitternacht verletzte sich ein Wiener (18) bei der Explosion einer Rakete in Eisengraben (Krems-Land) – der pyrotechnische Gegenstand dürfte fehlgezündet haben. Auch in Blindenmarkt (Melk) wurden vier Männer (jeweils 21 und 27) auf diese Weise verletzt. Eine Deutsche (33) erlitt Blessuren aufgrund einer umherfliegenden Rakete. In St. Leonhard am Forst (Melk) schätzte ein 24-Jähriger die Situation falsch ein, ein Feuerwerkskörper zündete zu spät – er stand genau in der Schusslinie.

In Wiener Neustadt musste ein Mann mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden. Eine geschossene Rakete verirrte sich auf seinen Balkon im sechsten Stock und entzündete die dort in Plastik eingewinterten Gartenmöbel. Ein Nachbar machte ihn auf den Brand aufmerksam. Er verletzte sich beim Löschen der Flammen mit dem Feuerlöscher.

Auch in Amstetten spielte sich ein 16-Jähriger mit Krachern und wurde verletzt.

Außerdem wurden im Laufe der Nacht sowohl in Schwechat (Bruck) als auch in Perchtoldsdorf (Mödling) zwei Pkw beschädigt, in St. Pölten, Amstetten und Himberg (Bruck) wurden Briefkästen zerböllert. In Wilhelmsburg (St. Pölten) wurden gleich mehrere Mistkübel in Angriff genommen.

Zu einer Schlägerei kam es in Herrenbaumgarten (Mistelbach). Bei einer Silvesterfeier gerieten sich zwei Gäste in die Haare. Die beiden wurden leicht verletzt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen