Deswegen sieht das Essen in der Werbung so gut aus

Nein, es steckt keine Computer-Animation dahinter. Sondern sehr viel Arbeit, Technikverständnis und Ingenieurgeist.
Man stolpert über die Abbildung eines herrlichen Gerichts oder bunte Darstellung von Lebensmitteln und spürt, wie einem sofort das Wasser im Mund zusammenläuft. Den Nachteil der Geruchlosigkeit gleicht die Werbung mit visuellen Reizen aus.

Dass sie dabei mit allen psychologischen Techniken und grafischen Gestaltungsmöglichkeiten arbeitet, ist mittlerweile jedem bewusst. Wie aufwändig die Installation eines Sekunden-Clips jedoch ist, nicht. Sogar für die Darstellung eines Lebensmittels oder Gerichts braucht ein ausgeprägtes technisches Geschick.



Arbeit, Ingenieurfähigkeiten und technisches Verständnis


CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hinter einer kurzen Sequenz steckt viel Aufwand, damit alles Essbare möglichst schmackhaft dargestellt werden kann. Ein kurzer Clip besteht aus mehr Planung, Technik und Wissenschaft, als man geneigt wäre anzunehmen.

Die Werbung lebt von der Kreativkraft ihrer Grafik- und Videokunst und den unbewussten Botschaften. Dafür hat sich eine Berufsgruppe etabliert, die eine makellose Idealwelt der perfekten Produktdarstellung inszeniert.

Wenn das Endprodukt einen Burger zeigt ,wo alle Zutaten durch die Luft fliegen und sich anschließend wieder zu einem Burger zusammensetzen, dann hat das nichts mit Computeranimation zu tun, sondern mit sehr viel Arbeit, Ingenieurfähigkeiten und technischem Verständnis.



Von der Liebe zu Robotern

Einer dieser Meister der Videokunst ist Steve Giralt. Er ist bekannt für seine komplexen Essensinszenierungen und künstlichen Animationen.

"Lover of Robots" steht neben seiner Berufsbezeichnung. Und das muss er auch sein. Denn sie sind seine tüchtigsten Hilfskräfte, auf die er bei seinem Werk nicht verzichten könnte. Seine Leidenschaft für Roboter verband er nach einem Fotografie-Studium mit seinem Interesse für Bewegtbilder. Heute arbeitet er als Visual Engineer in New York, wo er für die größten Unternehmen Werbevideos kreiert.

Für so eine Sequenz sind mehrere Szenen nötig, die von einer High Speed Kamera aufgenommen werden. Zuerst werden die Saucen durch die Luft katapultiert. Anschließend kommen die übrigen, echten Zutaten ins Spiel. Diese sollen am Schluss übereinander landen. Damit das funktionieren kann, wurden sie an Gummibändern befestigt, die dann durchgeschnitten werden.

Dazu hat Giralt sogar einen Hilfs-Roboter entwickelt.





(GA)

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