Wien

Singapur statt Simmering: Ludwig jettet nach Asien

Die Stadt Wien wird mit dem "Lee Kuan Yew World City"-Preis ausgezeichnet. Bürgermeister Ludwig nimmt die Auszeichnung in Singapur in Empfang.

Thomas Peterthalner
Bürgermeister Michael Ludwig (SP) in Singapur.
Bürgermeister Michael Ludwig (SP) in Singapur.
Stadt Wien/Facebook

Kommunalpolitiker aus aller Welt treffen sich derzeit in Singapur. Bürgermeister Michael Ludwig (SP) nahm den 14-Stunden-Flug von Wien auf sich, um persönlich dabei sein zu können. "Der erste offizielle Termin führte mich zu meinem Seouler Amtskollegen Oh Sehoon", berichtet Ludwig (SP). Wien und Seoul verfolgen ähnliche Ziele. "So ist Seouls 'Sustainable Pleasant City' mit der Wiener Smart Klima City Strategie vergleichbar, mit der wir unsere Stadt bis 2040 CO2-neutral machen werden." Die Stadt Wien wird in Singapur mit dem "Lee Kuan Yew World City"-Preis ausgezeichnet.

Goldmedaille um 235.000 Euro

Vor allem Wiens Kombination aus Geschichte und Moderne habe die Jury überzeugt, so Ludwig. Auch dass sich Wienerinnen und Wiener aktiv an der Entwicklung ihrer Stadt beteiligen können, wurde positiv hervorgehoben. Die Preisverleihung findet im Rahmen des "World Cities Summit 2022" von 31. Juli bis 3. August 2022 in Singapur statt. Neben einer Urkunde erhält Wien einen Geldpreis sowie eine Goldmedaille im Wert von rund 235.000 Euro.

"Ich bin sehr stolz und dankbar, dass Wien unter so vielen ambitionierten Städten als Siegerin hervorgegangen ist. Wir werden unseren konsequenten Weg der hohen Lebensqualität für alle bei größtmöglicher Ressourcenschonung durch soziale und technische Innovationen fortsetzen und dabei weiterhin ein verlässlicher Partner für andere bleiben", so Ludwig. Beim Energiepreisgipfel in Wien wird der Bürgermeister am Montag um 16 Uhr von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SP) vertreten.

Wien als "leuchtendes Beispiel"

"In einer Zeit, in der die Welt vor einer Klimakrise steht, ist Wien ein leuchtendes Beispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Durch stetige Verbesserungen und innovative digitale Technologie schafft es Wien erfolgreich, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Lebensqualität zu bieten. Eine so inspirierende Stadt verdient den 'Lee Kuan Yew World City Prize' in der Tat am meisten", so Cheong Koon Hean, Vorsitzender des Nominierungsausschusses.

Wien sei vor allem vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie ein Vorbild für Stadtentwicklung und -erneuerung sowie nachhaltiges Wachstum, betont das Preiskomitee in Singapur.

Umwelt- und Klimaschutz

Hier seien vor allem die Maßnahmen für Umweltschutz und Klimawandelanpassung positiv hervorzuheben, wie das Schaffen von mehr Frei- und Grünflächen. Auch das Konzept der Stärkung vieler lokaler Zentren und lebendiger Stadtteile wie zum Beispiel in der Seestadt Aspern oder am Nordbahnhof-Areal wurde gelobt. Auch Wiens Angebot an seine Bewohner, sich durch Initiativen wie die Grätzloase aktiv zu engagieren, wurde anerkannt.

Alle zwei Jahre verliehen

Der Preis wird seit 2010 alle zwei Jahre verliehen. Bisherige Preisträger-Städte waren Seoul, Medellin, Suzhou, New York City und Bilbao. Benannt ist die Auszeichnung nach Singapurs erstem Premierminister Lee Kuan Yew. Er war maßgeblich an Singapurs Entwicklung zu der grünen Gartenstadt beteiligt, für die es heute bekannt ist.

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