SJ NÖ protestiert gegen Strafen fürs Schwänzen

Die SJ mit NÖ-Vorsitzender Zvonik (2. v. l.) protestiert gegen die Verschärfungen.
Die SJ mit NÖ-Vorsitzender Zvonik (2. v. l.) protestiert gegen die Verschärfungen.Bild: heute.at

Mit Handschellen und Ketten protestierte die Sozialistische Jugend am Dienstag in St. Pölten gegen härtere Strafen für Schüler, die unentschuldigt fehlen.

Nachdem die Sozialistische Jugend (SJ) zum Schulstart bereits vor der ehemaligen Schule von Bundeskanzler Sebastian Kurz(VP) in Wien gegen drakonische Strafen für Schulschwänzer demonstrierte, folgte am Dienstag auch eine Protestaktion vor HAK in St. Pölten.

SJNÖ Vorsitzende Melanie Zvonik kritisierte dabei die neuen schwarz-blauen Verschärfungen – bereits fünf Tage unentschuldigtes Fehlen seien demnach Grund für einen Schulverweis. "Wer der Schule fern bleibt ist aber kein Verbrecher, sondern hat oft einen Grund: Leistungsdruck, falsches Lernen, Mobbing oder Probleme zu Hause sind nur einige mögliche Ursachen. Keine dieser Ursachen kann man mit Verwaltungsstrafen oder einem Rauswurf beheben", so Zvonik.

Bis zu 440 Euro Geldstrafe

Wenn ein schulpflichtiges Kind vier Tage unentschuldigt im Unterricht fehlt, können Geldstrafen verhängt werden. Diese liegen zwischen 110 und 440 Euro. Können die Eltern die Summe nicht aufbringen, droht sogar eine Ersatzhaftstrafe von bis zu zwei Wochen. (min)

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