Bosca war bei der Abfahrt auf der Saslong mit der Nummer 36 ins Rennen gegangen, kämpfte auf der über zwei Minuten langen Strecke aber sichtlich mit der bissigen Piste. Schon über die Kamelbuckel erlebte der Italiener eine Schrecksekunde, konnte akrobatisch einen Sturz verhindern.
Und auch mit dem Schlusssprung hatte der italienische Speed-Läufer Probleme. Bosca kam in Rücklage und landete mit letzter Not noch auf seinen Skiern. Bosca versuchte dann, einen Sturz zu vermeiden und fuhr mit viel Belastung auf dem linken Ski dann über den Zielstrich.
Danach war dem Italiener aber die Erschöpfung anzusehen, er konnte sich nicht mehr aufrichten und verlor die Balance im Zielsack und krachte in die Streckenbegrenzung, blieb danach auch im Auslauf liegen. Zunächst schien Bosca unverletzt geblieben zu sein, griff danach aber auf sein linkes Knie und winkte seine Betreuer herbei. Nach einer kurzen Behandlung konnte er selbst den Zielsack verlassen, humpelte aber sichtlich.
Sein Landsmann Nicolo Morteni, der aufgrund des dichten Startintervalls bereits unterwegs war, durfte noch ins Ziel fahren, der Kanadier Jeff Read wurde abgewunken, eine kurze Pause entstand. Nach einigen Minuten konnte das Rennen aber wieder aufgenommen werden. Bosca überquerte die Ziellinie zwar korrekt, blieb aber mit einem Rückstand von 2,36 Sekunden klar außerhalb der Punkteränge.