Wie die französische Zeitung "La Dauphine" berichtet, verstarb im Skigebiet Flaine in der Region Haute-Savoie ein fünfjähriges Mädchen bei einem Pistenunfall. Ein 40-jähriger Mann wurde am Sonntag wegen des Verdachts auf Totschlag festgenommen. Der Staatsanwalt von Bonneville erklärte gegenüber "France Bleu": "Das Kind fuhr im Gänsemarsch hinter der Gruppe und wollte nach rechts abbiegen, als es sehr heftig von dem mit hoher Geschwindigkeit ankommenden Skifahrer getroffen wurde, der vergeblich versuchte, auszuweichen."
Die Familie des Mädchens lebt in Genf, hat aber einen Zweitwohnsitz in Les Carroz, einem der fünf miteinander verbundenen Skigebiete des Grand Massif in den französischen Alpen. Sie verstarb noch im Rettungshelikopter, der sie ins Krankenhaus fliegen sollte. Der Skifahrer, der mit ihr zusammengestoßen war – ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr – soll "am Boden zerstört" gewesen sein und unter Schock gestanden haben.
Das Mädchen soll mit vier weiteren Kindern an einem Gruppenskikurs der ESF (Ecole du Ski Français) auf einer blauen, also mittelschweren Piste teilgenommen haben. Frankreichs Skisportindustrie wurde durch die Covid-19-Pandemie erheblich eingeschränkt und öffnet sich aktuell nach und nach wieder für Besucher aus dem Ausland.