Daniel Yule schrieb beim Slalom in Chamonix Ski-Geschichte. Der Schweizer carvte im Finale von Platz 30 zum Sieg. Das gab es im Slalom-Weltcup noch nie. Lucas Braathen fuhr vor zwei Jahren in Wengen von Rang 29 zum Sieg.
Der Schweizer hatte in Lauf eins im Flachstück gepatzt und dann um den Finaleinzug gebangt. Mit einem Finalticket hat er nicht mehr gerechnet. "Nach Startnummer 15 im ersten Lauf habe ich gedacht, ich kann ins Hotel zurück fahren."
Der Sieger gab zu, dass er im Finale von den Pistenbedingungen profitierte: "Man muss sagen, dass ich Glück hatte. Im zweiten Lauf habe ich einfach von der Piste profitiert. Bis zu den Top 10 waren die Abstände nicht so riesig. Mit einem Podest habe ich aber nie gerechnet. So macht es richtig Spaß."
Manuel Feller belegte Platz vier, verpasste das Stockerl um 16 Hundertstel, baute aber seinen Vorsprung im Slalom-Weltcup auf Linus Straßer (D, Platz 14) auf 164 Punkte aus. "Das ist Skisport, manchmal macht man in der richtigen Situation einen Fehler und startet mit 30 und gewinnt mit einem sehr guten zweiten Lauf das Rennen", sagte Feller zu Yule.