Skimming-Attacke: 100.000 Euro Schaden!

Ein schwerer Fall von Skimming ist in Hartberg bekanntgeworden: Unbekannte Täter manipulierten einen oder zwei Bankomaten und gelangten in den Besitz der Daten von 50 Konten. Mit danach angefertigten Kartenduplikaten behoben sie Anfang Juni von Peru aus rund 100.000 Euro.

Wie sich anhand eines Überwachungsvideos rekonstruieren ließ, war die Manipulation am 28. April kurz vor 7.00 Uhr in einer Hartberger Bankfiliale erfolgt. Mittels eines Skimmers und einer Minikamera wurden Magnetstreifendaten der Kunden sowie die jeweiligen PIN-Eingaben gespeichert bzw. gefilmt.

Auf Basis dieser Daten erstellten die Ganoven Kartenduplikate, die sie dann fünf Wochen später, Anfang Juni, zum Einsatz brachten: Aus zahlreichen Bankomaten im Raum Lima erfolgten an einem Tag Behebungen, wobei die ausgespähten Konten der steirischen Bankkunden um 1.000 bis 3.000 Euro erleichtert wurden.

In Wien waren erst am vergangenen Wochenende zwei Verdächtige festgenommen worden, als sie einen Bankomaten manipulieren wollten. In Graz war ein mutmaßlicher Täter im Mai gefasst worden, nachdem bei mehreren Fällen in summa ebenfalls ein sechsstelliger Geldbetrag ergaunert worden war. Einen Zusammenhang mit den aktuellen Vorkommnissen in Hartberg dürfte es vermutlich nicht geben, meinte einer der Beamten.

APA/red.

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