Burn-out, Spezial-Klinik

Skisprung-Legende offenbart traurige Wahrheit

Sven Hannawald zählt zu den besten Skispringern der Geschichte. Dafür opferte der Deutsche allerdings viel – jetzt offenbart er die traurige Wahrheit.
Sport Heute
28.05.2026, 19:09
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Vierschanzentournee-Sieger, Olympiasieger, Superstar – doch hinter Sven Hannawalds Erfolgen steckte jahrelanges Leiden! Der ehemalige Skisprung-Star packt jetzt schonungslos über Hungerwahn, völlige Erschöpfung und seinen dramatischen Burn-out aus.

Bereits zu seiner aktiven Zeit sorgte Hannawald mit einem Urlaubsfoto aus dem Jahr 1999 für Aufsehen. Dadurch verbreiteten sich erstmals Gerüchte über eine Magersucht der Skisprung-Ikone. 62 Kilogramm wog er damals, bei einer Körpergröße von 1,85 Metern – für den Deutschen damals völlig normal. Heute sieht er das aber komplett anders.

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"Wenn ich das Foto heute sehe, kann ich verstehen, dass die Leute dachten, ich sei magersüchtig. Aber das war ich nicht. Ich war lediglich in einem Grenzbereich", gestand Hannawald gegenüber der "Sportbild" über die Besorgnis der Beobachter. Diesen extremen Zustand hielt er jahrelang durch – bis sein Körper irgendwann nicht mehr mitspielte.

Körper kann nicht mehr

Dabei schien Hannawald Anfang 2002 eigentlich am Höhepunkt seiner Karriere angekommen zu sein. Als erster Skispringer der Geschichte gewann er alle vier Bewerbe der Vierschanzentournee und schrieb damit Sportgeschichte. Kurz darauf holte er auch noch Olympia-Gold mit dem Team in Salt Lake City.

Doch hinter den Erfolgen begann längst der Absturz. "Irgendwann breitete sich eine große Müdigkeit in meinem Kopf aus. Es war, als wäre mein inneres Feuer erloschen", schilderte Hannawald den Beginn seiner schweren Krise.

Ärzte fanden zunächst keine Ursache. Der Ex-Skispringer absolvierte zahlreiche Untersuchungen – ohne Ergebnis. Erst ein Urlaub in Barcelona wurde zum Wendepunkt. "Ich war platt, aber gleichzeitig völlig unruhig. Nachts bin ich aufgewacht und habe geheult", erinnerte sich Hannawald. Wenig später folgte schließlich die Diagnose: Burn-out. Neun Wochen verbrachte der frühere Tournee-Held in einer Spezialklinik, dazu kamen Akupunktur, Physiotherapie und jahrelange Therapie.

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