Gesamtwelctup-Sieger Halvor Egner Granerud kam beim Matten-Training in Lillehammer schwer zu Sturz. Der Norweger verlor nach dem Absprung die Kontrolle in der Luft, krachte hart auf dem Hang auf, schlitterte ihn hinunter - und war dabei nicht immer Herr seiner Sinne.
"Ich weiß nicht, ob das Adrenalin dafür verantwortlich war, dass ich schwarz gesehen habe oder mein Kopf", meinte Granerud nach seinem Crash. An die Sekunden nach dem Malheur könne er sich nicht erinnern.
Der 27-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Die gute Nachricht: Abgesehen von ein paar Prellungen kam der Skispringer ohne ernsthafte Blessuren davon, konnte das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder auf Krücken verlassen.
Graneruds Coach, der Österreicher Alexander Stöckl, meinte zum Vorfall: "Es ist beängstigend, wenn so etwas passiert, wenn ein Sportler so herumfliegt. Als er auf dem Hang gelandet ist und runtergerutscht ist, hat es richtig wehgetan. Da kann man nur hoffen, dass er wieder aufsteht und von alleine läuft."
Pikant: Am Sturz könnte das neue Material eine Mitschuld haben. Die neuen Anzüge liegen noch enger am Körper an, wodurch Auftrieb verloren geht.
"Es ist noch gefährlicher, weit zu springen", kritisierte Granerud schon vorab. "Wir brauchen mehr Tempo, müssen höher springen und landen härter - und das für die gleichen Weiten. Ich bin damit nicht wirklich glücklich, denn ich will, dass es für mich so sicher wie möglich ist."
Der Norweger, der auch die Vierschanzentournee gewann, vermutet, dass das neue Outfit einiges ändern wird. "Ich muss wieder lernen, wie man springt. Die Sprünge, die ich in der letzten Saison gemacht habe und die besten der Welt waren, werden in der nächsten Saison nicht mehr die besten der Welt sein."