Skurriler Job: Diese Frau ist Brautjungfer auf Miete

Jen Glantz
Jen Glantz ist hauptberuflich Brautjungfer. Für ein Honorar von 2.500 US-Dollar können Bräute sie mieten.

Jen Glantz arbeitet seit sechs Jahren als professionelle Brautjungfer. Sie ist immer zur Stelle, wenn eine Braut Unterstützung für den großen Tag benötigt.

Alles begann mit den Anrufen von zwei Freundinnen, die sie lange nicht gesehen hatten. Beide riefen sie trotz des losen Kontakts verzweifelt an, um sie zu bitten ihre Brautjungfer zu werden. Ihre WG-Mitbewohnerin meinte daraufhin zu ihr: "Jen, sieht so aus, als wärst du eine professionelle Brautjungfer.“ Und so war die ungewöhnliche Business-Idee geboren.

Mit diesem Angebot hatte sie, wie sie damals noch nicht wusste, eine echte Lücke im Markt gefunden. Bei ihrer ersten Anzeige meldeten sich gleich hunderte Menschen, die sie buchen wollten. Zwar gibt es Hochzeitsplaner. Doch diese haben einen anderen Fokus. Während sie mit den Vorbereitungen für den großen Tag beschäftigt sind, fehlt es oft an einer emotionalen Stütze, die auch über einen gewissen Zeitraum da ist, wie Jen gegenüber dem Businessinsiderbetont.

Chaos, Drama und kalte Füße

Viele der Frauen, die sie betreut, haben ihr erzählt, dass sie keine engen freundschaftlichen Kontakte haben. Die Einsamkeit spielt somit eine tragende Rolle für die Entscheidung eine Fake-Brautjungfer zu organisieren. „Wenn die Leute hören, dass Fremde mich als ihre Brautjungfer engagieren, denken sie, es sei der glamouröseste und lustigste Job der Welt. Die Wahrheit ist, dass er chaotisch ist, voller Drama, Blasen und kalte Füße.“

Die Rolle spielt Jen dabei so gut, dass sie bisher fast nie aufgeflogen ist. Nur einmal kam die Mutter eine Braut hinter die Lüge, als sie im Jahrbuch der Tochter nach der erfundenen Schulfreundin suchte. Denn in den meisten Fällen weiß nur die Braut über die Show Bescheid. Ihre Identität schwankt mit ihren Namen. Von einer alten Schulfreundin bis hin zu einer Yoga-Bekanntschaft ist alles dabei.

Die Rolle der guten Fee

Sonst bleibt das Geheimnis meist unentdeckt. Die wichtigste und schwierigste Aufgabe zugleich ist der seelische Beistand in einer Krisensituation. Wenn etwa der Bräutigam oder die Braut kalte Füße bekommt oder ein Konflikt zwischen Familienmitgliedern oder anderen Gästen entsteht. Jen greift überall diplomatisch ein und weiß Rat. Sie ist die Anlaufstelle für alles. „Ich bin so etwas wie ein persönlicher Assistent, ein Bereitschaftstherapeut und ein Friedenswächter gleichzeitig. Schon allein wegen dieser besonders vertrauten Situation erwachsen einige gute, dauerhafte Freundschaften mit der Braut oder dem Brautpaar."

Nun, sechs Jahre später, hat sie mehr Kleider als Katherine Heigl im Film „27 Dresses“ und einige Angestellte bei "Bridesmades for Hire", die wie die Unternehmerin in die Rolle einer Brautjungfer schlüpfen. Sie gibt Seminare und unterstützt andere, die ein Unternehmen gründen wollen. Für eine Hochzeit erhält sie ein Honorar von 2.500 US-Dollar. Reisekosten, Unterkunft und Kleid werden von der Kundin übernommen. Deswegen besitzt sie mittlerweile 50 Brautjungfern-Kleider.

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