Smart Campus sparte 10.000 Tonnen CO2 ein

Die Wiener Netze-Geschäftsführer Gerhard Fida und Thomas Maderbacher (re.) mit Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Dach des Smart Campus in Wien-Simmering.
Die Wiener Netze-Geschäftsführer Gerhard Fida und Thomas Maderbacher (re.) mit Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Dach des Smart Campus in Wien-Simmering.Wiener Netze/David Bohmann
Drei Viertel der Investitionen der Wiener Stadtwerke Gruppe sind klimafreundlich. Ein kleiner Mosaikstein ist die Zentrale der Wiener Netze.

"Ich bin stolz darauf, dass Betriebe der Stadt Wien – wie die Wiener Netze – den Klimaschutz in der Stadt aktiv vorantreiben und in umweltfreundliche Technologien investieren. Denn klar ist, wenn wir einen lebenswerten Planeten für unsere Kinder und Enkel hinterlassen wollen, müssen wir verstärkt auf erneuerbare Energien setzen und unsere Klimaziele ernst nehmen", betont Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) in einer Aussendung am Sonntag.

2.400 Mitarbeiter an einem Standort

Genau vor fünf Jahren wurden die Unternehmenseinheiten der Wiener Netze (vormals Wien Energie Gasnetz, Wien Energie Stromnetz und Teile der Fernwärme Wien) am heutigen Standort in Wien-Simmering zusammengelegt. 2.400 Mitarbeiter sind hier tätig. "Besonders gute Rückmeldungen bekommen wir dafür, dass die Werkstätten und die Büros am Smart Campus in einem Gebäude untergebracht sind. Das verkürzt Wege und stärkt das Miteinander. Dass die Lehrlingsausbildung auch zentral integriert ist, hilft, die jungen Menschen gut in den Arbeitsalltag der Wiener Netze mitzunehmen", erläutert Wiener Netze-Geschäftsführer Thomas Maderbacher. Die Reduktion von zehn Standorten in Wien auf eine Unternehmenszentrale brachte aber auch logistische Vorteile und damit positive Effekte im Bereich Umweltschutz: Durch den Passivhausstandard in der Zentrale, den damit verbundenen Energieeinsparungen und der Stromproduktion am Dach haben die Wiener Netze seit 2016 10.000 Tonnen CO2 eingespart – also die CO2-Emissionen von etwa 10.000 Mittelstrecke-Flugreisen.

Smart Campus: Die Wiener Netze-Zentrale spart seit 5 Jahren täglich Energie

"Neben der Standortfusion haben wir beim Bau der Zentrale darauf geachtet, klimaschonend vorzugehen", erläutert Wiener Netze-Geschäftsführer Gerhard Fida bei einem gemeinsamen Fototermin mit Stadtrat Peter Hanke, Bezirksvorsteher Thomas Steinhart und dem Energiesprecher der SPÖ Wien Josef Taucher. "Durch smarte Transportlogistik beim Aushub – wir haben die Schiene genutzt und nicht auf LKWs gesetzt – wurden allein etwa 55 Tonnen CO2 eingespart", erinnert Fida. "Seitdem sparen wir im Smart Campus täglich Energie: durch die intelligente Haustechnik, wie etwa die automatische Außenbeschattung, aber auch durch die Klimatisierung aus Grundwassernutzung oder die 10.000 energieeffizienten LED-Leuchten", so Fida. Der Smart Campus kommt mit halb so viel Energie aus als herkömmliche Bürogebäude und ist ein Gebäude nach Passivhausstandard – eines der größten in Europa.

Sauberer Strom für Büros, Werkstatt und Elektro-Autos

Ein weiterer wichtiger Umweltbeitrag sind die Photovoltaik- und die Solarthermieanlage auf den Dächern der Wiener Netze-Gebäude. Allein heuer wurden 517 neue PV-Module aktiviert. Mittlerweile werden durch Photovoltaik jährlich rund 500 Megawattstunden (MWh) Strom produziert. Das entspricht dem Verbrauch von mehr als 200 Wiener Haushalten.

"Der Strom wird gleich hier in Simmering am Standort unserer Unternehmenszentrale für den Betrieb der Bürogebäude und Werkstätten – aber auch zum Laden von Elektroautos verwendet", erklärt Fida und weiter: "So sparen wir jährlich rund 130 Tonnen CO2 ein". Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird bei den Wiener Netzen großgeschrieben: bis 2024 sind 346 Mio. Euro für Projekte eingeplant, die maßgeblich zu den Klimazielen beitragen.

Wiener Netze arbeiten an ihrem CO2-Fußabdruck

Neben den Photovoltaik-Anlagen und Investitionen in effiziente und moderne Technologien ist die schrittweise Umrüstung des Fuhrparks auf alternative Antriebsformen wie Strom, Erdgas und Wasserstoff ein Ziel der Wiener Netze. Einen wichtigen Effekt für den CO2-Fußabdruck der Wiener Netze haben auch grabungslose und grabungsarme Verlegtechniken von Rohren und Leitungen bei den Arbeiten am Strom- und Gasnetz in Wien und Umgebung. Denn jede gesparte LKW-Fahrt schont die Umwelt und reduziert die Feinstaub- und Lärmbelastungen in Wien und Umgebung.

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