Shelly-Nutzer aufgepasst: Der Smart-Home-Anbieter aus Bulgarien könnte schon bald zu Schneider Electric gehören. Der französische Konzern bietet den Aktionären 70 Euro je Aktie und würde Shelly damit mit rund 1,2 Milliarden Euro bewerten.
Noch liegt das Angebot laut Unternehmensmitteilung allerdings nicht offiziell vor. Für den Abschluss sind die Zustimmung der Behörden und mindestens 95 Prozent aller Aktien erforderlich.
Wie Computer Bild berichtet, müssen Nutzer, die bereits Produkte von Shelly im Einsatz haben, vorerst nichts unternehmen. Weder an den Geräten noch an der App soll sich zunächst etwas ändern.
Für viele Nutzer dürfte vor allem die Kompatibilität der Geräte wichtig sein. Zahlreiche Modelle arbeiten mit Sprachassistenten wie Alexa sowie Plattformen wie Google Home oder Home Assistant zusammen. Einige Produkte lassen sich sogar direkt über das heimische WLAN steuern, ohne dass dafür eine Internetverbindung nötig ist.
Offen bleibt bislang, wie Schneider Electric künftig mit den Verbindungen zu anderen Systemen umgehen wird. Unklar ist auch, ob sich bei den Kosten etwas ändert. Schon heute bietet Shelly neben kostenlosen Grundfunktionen ein kostenpflichtiges Premium-Abonnement an.
Beide Seiten rechnen damit, die Transaktion im ersten Quartal 2027 abzuschließen. Für die Belegschaft gibt es eine Zusage: Firmensitz, Standorte und Mitarbeiter sollen mindestens drei Jahre erhalten bleiben.
Schneider Electric ist bereits im Bereich Stromverteilung und Gebäudeautomation aktiv und bietet mit Wiser eigene Smart-Home-Lösungen an. Shelly hat sich dagegen vor allem mit kompakten Schaltern, Steckdosen und Sensoren etabliert, mit denen sich Lampen oder Rollläden per Smartphone steuern lassen.