Eine neu entdeckte Sicherheitslücke in Android sorgt für Aufsehen: Mit einer einzigen SMS können Angreifer Smartphones komplett lahmlegen. Das Tückische daran - die Nachricht ist unsichtbar und erscheint nicht im Posteingang.
Betroffen sind Android-Versionen 12 bis 17, also praktisch alle gängigen Geräte. Auch beliebte Modelle wie das Pixel 9 und diverse Samsung-Galaxy-Smartphones sind anfällig.
Wie heise online berichtet, hat der Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk die Schwachstelle am Donnerstag veröffentlicht. Er taufte sie "SMS des Todes". Bei dem Angriff genügt der Empfang einer einzigen manipulierten WAP-Push-SMS, um den Telefondienst zum Absturz zu bringen.
Das Smartphone startet etwa alle 90 Sekunden neu und zeigt eine Aufforderung zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Unbedarfte User könnten dadurch gezwungen sein, alle Daten zu löschen, um das Gerät wieder nutzbar zu machen.
Besonders gefährlich: Bereits rund 20 solcher Nachrichten können ein Smartphone komplett unbrauchbar machen. In Tests verursachte schon eine einzige SMS bis zu einer Woche lang Ausfälle, da Netzbetreiber unbestätigte Nachrichten erneut zustellen.
Google hat bereits einen Sicherheitspatch für Android 14 bis 17 bereitgestellt. Die älteren Versionen 12 und 13 bleiben allerdings ungefixt. Wer betroffen ist, sollte keinesfalls "Wipe data" wählen, sonst sind alle Daten verloren. Stattdessen ist eine PC-Verbindung über die Android Debug Bridge erforderlich.