"Sniper Elite 3" auf Switch ist der ultimative Shooter

"Sniper Elite 3 Ultimate Edition" bringt nicht nur die berühmten "Kill Shots" auf die Nintendo Switch, sondern auch schlaue Neuerungen.

"Sniper Elite"-typisch wird auch in Teil 3 und der Ultimate Edition, die es neu für Nintendos Hybridkonsole Switch gibt, mit dem Scharfschützengewehr Jagd auf Nazis gemacht. Schauplatz ist Nordafrika im Jahr 1942. Dort soll Nazi-Deutschland eine neue "Wunderwaffe" bauen, die kurzen Prozess mit den alliierten Streitkräfte machen soll.

Für den Spieler gilt es, als Scharfschütze Karl Fairbanks mit dem Sniper-Gewehr dieses Mal gegen die Geheimwaffe von Nazi-General Vahlen, den Afrikakorps mit seinen Tiger-Panzern anzutreten. Wobei "Sniper Elite" auch in dieser Fassung kein gewöhnlicher Shooter ist, denn Tarnen, Täuschen und Beobachten steht statt Dauerfeuer und Granatenbeschuss im Vordergrund.

Auch bei "Sniper Elite 3" kann man durchaus von einer Simulation sprechen. Es gibt keinen linearen Weg zum Ziel, Spieler können Routen und Angriffe selbst bestimmen. Nur selten wird man in vorgegebene Gebiete oder Szenarien gezwängt. Zudem fließen in einen Schuss aus dem Gewehr zahlreiche Faktoren ein: Distanz, Schwerkraft, Wind und der eigene Herzschlag beeinflussen die Flugbahn der Kugel.

Spielerische Freiheit

Dementsprechend sind direkte Feind-Kontakte im Nahkampf auch zu vermeiden, denn selbst in den niedrigen Schwierigkeitsgraden hat man hier kaum eine Chance, die Begegnung zu überleben. Das liegt zum einen an den sehr treffsicheren Feinden, zum anderen an der Schwierigkeit, das Fadenkreuz mit allem anderen als dem Scharfschützengewehr auf den Feind zu richten. Maschinengewehre und Co. streuten die Schüsse, dass man beim Entdeckt werden auf Glückstreffer hoffen muss.

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Ziel ist es vielmehr, Feinde voneinander zu separieren und sie einzeln aus der Ferne ins Visier zu nehmen. Dabei kann man allerlei schlaue Gadgets nutzen, etwa Fahrzeuge mit Brandsätzen in Flammen stecken oder Gegner einfach mit Geräuschen in eine Sprengfalle locken. Auf höheren Schwierigkeitsgraden ist es dann auch von Vorteil, Gegnergruppen einfach komplett zu umgehen. Eliminiert werden müssen die Hauptziele, wie man mit den übrigen Soldaten umgeht, ist einem freigelassen.

Detailreichere "Kill Cam"

Die Gegner-Intelligenz stößt auch hier manchmal an ihre Grenzen. Zwar können die Feinde unsere Figur nach einigen Explosionen und Schüssen nachvollziehbar orten und zielen auch relativ genau, eine gefundene Leiche oder ein verschwundener Kamerad sorgen selten für keinerlei und öfters für nur kurzzeitige Aufregung, bevor die üblichen Kontrollrouten wieder abgegangen werden.

Meist kann man in aller Ruhe die herummarschierenden Feinde mit dem Fernglas markieren und sie dann Mann für Mann dezimieren. Eine Überarbeitung hat die für die Serie typische "Kill Cam" bekommen. Sie zeigt tödliche Schüsse nicht nur in Superzeitlupe, sondern auch wie die Kugel in den Körper eindringt und dort in Röntgenansicht Organe und Fleisch zerfetzt. Das vielkritisierte Feature ist in der Ultimate Edition sogar um Blutkreislauf und Muskelschichten ergänzt worden, kann aber weiterhin einfach abgedreht oder zumindest reduziert werden.

Die Besonderheit der Switch-Fassung

Besonders macht die Switch-Edition der Schießablauf. Beim Zielen drückt man die R-Taste, um den Atem anzuhalten, dabei steigt der Puls des Schützen und das Visier kann per Bewegungssteuerung nachjustiert werden. Das spürt der Spieler eindrucksvoller als jemals zuvor, denn die HD-Rumble-Funktion lässt die Konsole im Herzschlag vibrieren. Dabei wurde ein guter Zwischenweg gefunden, der jeden Schuss einzigartig macht, ohne dabei allzu störend zu sein.

Leichte Abzüge muss die "Sniper Elite 3 Ultimate Edition" bei der Handlung und der Umgebung hinnehmen. Das Spiel erzählt eine solide Story, Wendungen und Höhepunkte gibt es aber kaum. Auch neben den Hauptmissionen drehen sich die Nebenmissionen meist nur darum, weitere Ziele auszuschalten. Und mit Afrika als Schauplatz fallen die Gebiete leider großteils im kargen Wüsten- und Fels-Look aus. Schade, denn bis auf einige verwaschene Texturen wirken vor allem Figuren und Gebäude beeindruckend detailreich und scharf.

Der ultimative Taktik-Shooter

Neben der Kampagne bietet die Ultimate Edition auch alle für das Hauptspiel erschienenen Download-Inhalte mit kleinen Zusatzhandlungen. Eine weitere Besonderheit der Switch-Fassung: Die ganze Kampagne, der Überlebens- und der Overwatch-Modus mit Waffeneinschränkungen kann neu zu zweit im lokalen oder Online-Koop gespielt werden. Wer nicht gemeinsam auf Nazi-Jagd gehen will, kann sich lokal zu viert und online zu acht im "Jeder-gegen-jeden" oder "Capture the Flag" sowie weiteren Modis messen.

In einigen Belangen kann sich die "Sniper Elite"-Serie nicht mit den großen Shootern des Genres messen. Besonders macht sie und auch die neue "Sniper Elite 3 Ultimate Edition" aber der taktische Ansatz, bei dem es ums Schleichen und Verstecken geht und Kills in weiten Teilen gar nicht notwendig sind. Die Ultimate Edition mausert sich aber zum ultimativen Erlebnis der Serie, denn Online-Scharfschützengefechte und Einzelspieler-Atmosphäre durch Vibrationseffekte beim Zielen hat man so bisher noch nicht in "Sniper Elite" erlebt.

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