Snowden will weiterhin in Russland bleiben

Der Whistleblower Edward Snowden hat in seinem russischen Asyl eine Aufenthaltsverlängerung für nochmals drei Jahre beantragt.

Der US-Whistleblower Edward Snowden will weiterhin in seinem russischen Asyl bleiben. Nach Angaben seines Moskauer Anwalts hat er eine Aufenthaltsverlängerung für noch einmal drei Jahre beantragt.

"Wir haben beim Migrationsdienst die Unterlagen für eine Verlängerung von Snowdens Aufenthaltstitel eingereicht", sagte sein Anwalt Anatoly Kucherena der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. Die aktuelle Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis von Snowden laufe in diesem Monat aus.

Asyl in Russland nach Flucht aus den USA

Wegen der Coronavirus-Pandemie arbeiten die russischen Behörden mit großer Verzögerung. Ausländer, deren Dokumente auslaufen, müssen nach offiziellen Angaben derzeit keine Verfolgung befürchten. "Bei ihm ist alles in Ordnung. Er arbeitet. Seine Frau ist bei ihm", sagte Kucherena im Februar zur Frage nach Snowdens Befinden.

Wo genau sich Snowden aufhält, ist nicht bekannt.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und dessen britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten weitergegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber auf einem Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung bis aktuell 2020.

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