Yusuf Demir feierte gegen die Färöer-Inseln mit nur 17 Jahren sein Debüt im ÖFB-Team. Dem jungen Angreifer von Rapid wird eine große Zukunft bescheinigt. Seine technischen Fähigkeiten brachten Demir sogar Vergleiche mit Lionel Messi ein.
Auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem dritten WM-Qualispiel – Österreich empfängt am Mittwoch Dänemark – fragten dänische Journalisten ÖFB-Teamchef Franco Foda nach Demir. Sie fragten nach dem "österreichischen Messi".
Foda: "Man muss jetzt ein bisschen aufpassen. Er ist ein junger Spieler, der jetzt seinen ersten Einsatz im Nationalteam hatte. Aber er muss sich weiterentwickeln. Ihn jetzt in irgendeiner Richtung mit Messi zu vergleichen, wäre noch verfrüht."
Damit tue man auch dem Spieler selbst nichts Gutes, so Foda. "Talent alleine genügt nicht, um an die Spitze zu kommen. Dazu benötigt es tagtägliche harte Arbeit. Man muss wissbegierig bleiben, tagtäglich lernen und sich weiterentwickeln."
Der Teamchef über Demirs Spiel: "Er ist sicher ein Spieler mit viel Kreativität und individueller Klasse. Er ist gut in Eins-gegen-Eins-Situationen und im Dribbling. Sehr torgefährlich. Spielt gute letzte Bälle." Aber: "Er ist noch jung, muss noch viel und hart an sich arbeiten, vor allen Dingen in der Defensive im Spiel gegen den Ball. Klarerweise muss er auch an seinen Stärken weiterarbeiten, die ihn so auszeichnen. Er ist sehr intuitiv in seinen Aktionen, da muss er sich weiter verbessern."
Es ist fraglich, ob Demir gegen Dänemark eine Talentprobe abgeben wird. Mit dem Einsatz gegen die Färöer hat sich Österreich zumindest für die kommenden drei Jahren seine Dienste gesichert. Danach könnte er sich rein theoretisch noch für einen Einsatz für die Türkei entscheiden.