So ein Mist: EU sauer wegen Italiens Müllkrise

In Rom stapeln sich die Müllberge auf den Straßen.
In Rom stapeln sich die Müllberge auf den Straßen.Bild: Lapresse

Der EU stinkts gewaltig: Weil Italien seiner Müllkrise nicht Herr wird, plant die Kommission jetzt ein Verfahren wegen Vertößen gegen das EU-Umweltgesetz.

Die Regierung in Italien hat es verabsäumt, bis 2009 Mülldeponien nach den Vorgaben einer EU-Richtliniezu adaptieren oder zu schließen. Aktuell verstoßen 44 Mülldeponien gegen die EU-Umweltgesetze.

Österreich hilft Italien bei Müllproblemen



Derzeit kämpft die Stadt Rom mit Problemen bei der Abfallentsorgung – bereits seit Dezember wird ein Teil des Abfalls aus der italienischen Hauptstadt im niederösterreichischen Zwentendorf entsorgt. Vereinbart sind maximal 70.000 Tonnen, die per Zug in die Verbrennungsanlage Dürnrohr gebracht werden. Statt eines Zuges wurden in den vergangenen Wochen zwei Züge mit Abfall losgeschickt, nächste Woche sollen es dann sogar drei sein. Aus dem römischen Müll werden Strom und Fernwärme erzeugt.

Die Hilfe beim Müllverbrennen in Österreich ist dringend notwendig, denn derzeit lagern die Römer ihren Abfall wieder auf den Straßen. Circa 660 Kilo Mist produziert jeder Einwohner Roms pro Jahr, recyclet wird nach offiziellen Angaben etwa ein Drittel.

Die größte Mülldeponie Malagrotte war auf Wunsch von Brüssel geschlossen worden – offene Deponien sind in der EU verboten. (isa)

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