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Walschleim & Kälberblut: So ekelig ist unsere Kosmetik

Tierische Inhaltsstoffe: Was verbirgt sich wirklich hinter "Squalan", "Amber" oder "Kollagen"? "Heute" listet einige Substanzen auf.

Christine Kaltenecker
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Walschleim, Kälberblut, Insekten - wenn wir wüssten was wir uns täglich auf die Haut klatschen.
Walschleim, Kälberblut, Insekten - wenn wir wüssten was wir uns täglich auf die Haut klatschen.
iStock

Wir cremen, tupfen und massieren uns diverse Pflegeprodukte in einem täglichen Ritual auf und in die Haut und vertrauen darauf, dass wir danach jünger und frischer aussehen. Doch manche Inhaltsstoffe mit unaussprechlichen Namen verbergen Tierleid und Ekelfaktor deluxe.

1
Squalan

Dieser Stoff ist reich an Antioxidantien und Fettsäuren und somit ein idealer Wirkstoff in der Sonnencreme, Foundation oder auch Lippenstiften. Gewonnen wird "Squalan" allerdings aus der Leber von Haien und sorgt seit Jahren für das Sterben der Meeresräuber. Achtung: Es gibt auch die pflanzliche Alternative, die aus Amaranth oder Oliven stammt und entscheidet sich in Pflege und Wirkung nur dem Namen nach: "Squalen".

2
Hyaluronsäure & Kollagen

Jede Dame über 30 kennt diese Fachbegriffe, weil sie gleichbedeutend mit "Anti-Aging" sind. Die sogenannten "Entknitterer" der Haut haben allerdings eine grausige Vorgeschichte. Früher wurde Hyaluronsäure beispielsweise aus Hahnenkämmen gewonnen - mittlerweile aber synthetisch hergestellt. Kollagen allerdings ist ein Eiweißprotein und stammt aus der Haut von Fischen oder Schweinen. Noch ein hautstraffender Inhaltsstoff ist beispielsweise "Fibrostimulin K" und wird aus Kälberblut gewonnen - doch auch hier gibt es eine unbedenkliche Alternative: Fibrostimulin P stammt nämlich aus Kartoffeln.

3
Amber

Den Begriff "Amber" liest man in der Parfümproduktion und verbirgt ebenfalls großes Tierleid. Es handelt sich hierbei nämlich um Walschleim. Auch wenn man hier auf synthetische Alternativen zurückgreifen könnte, ist der tierische Inhaltsstoff noch in teuren Parfüms enthalten. Genauso extravagant ist der Wirkstoff "Civet" und wird aus dem Drüsensekret der Zibetkatze gewonnen und verspricht den Duft von Moschus.

4
Karmin, Schellack & Co.

"Karmin" kennt wohl jeder noch aus seiner Buntstiftkiste. Der rote Farbstoff findet überwiegend zur Herstellung von Lippenstift und Nagellack Verwendung. Um das rote Farbpigment zu erhalten, werden Cochenille-Schildläuse lebendig getrocknet und dann gekocht. "Schellack" stammt aus dem Wachs der Lackläuse und Farbpigment Guanin wird aus Fischschuppen gewonnen.

5
Keratin

Keratin ist für kräftige Haare und Nägel verantwortlich und wird, leider, auch aus diesen gewonnen. Hufe, Hörner oder Federn sind in unseren Shampoos enthalten und versprechen Glanz und eine gesunde Haaroberfläche. Auch der Wirkstoff "Glycerin" im geliebten Conditioner wird manchmal noch aus Rindertalg gewonnen.

Es gibt für fast alles bereits eine planzliche oder synthetische Alternative und der Trend auf tierische Inhaltsstoffe zu verzichten, gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Ganz sicher kannst du dir sein, wenn sich das "Vegan"-Siegel auf deinem Produkt befindet - am besten in Kombination mit dem "cruelty-free" Symbol. So verzichtet ihr auf tierische Inhaltstoffe und auch auf Tierversuche.

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