So extrem war dieser Winter

Bild: Fotolia/Symbolbild

Winter der Extreme: Der kälteste Ort Österreichs war in diesem Winter Tannheim mit -28,9 Grad am 6. Februar. Wärmster Ort war Güssing im Burgenland mit plus 20,9 Grad am 24. Februar.

Die erste Winterbilanz zeigt, wie gnadenlos manchmal Statistik ist. Unterm Strich ergeben ein ungewöhnlich warmer, schneearmer Dezember und ein warmer, ungewöhnlich schneereicher Jänner und ein ungewöhnlich kalter Februar einen fast normalen Winter.

Differenzen bei Schneemengen

Alexander Orlik, Klimatologe der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik): „Extreme Unterschiede gab es zum Beispiel beim Neuschnee. Im Süden Österreichs hat es weniger als die Hälfte eines durchschnittlichen Winters geschneit. An der Nordseite der Alpen gab es stellenweise doppelt so viel Schnee wie im langjährigen Mittel, zum Beispiel in St. Anton am Arlberg mit einer Neuschneesumme von rund vier Metern.“

Extreme Temperaturunterschiede

Extrem auch die Temperatur-Schwankungen in diesem Winter, beispielsweise in Wien: Zunächst 25 Tage kein Frost, kurze Zeit später 12 Tage in Serie unter minus 10 Grad. Beides kam in den letzten 140 Jahren erst zwei Mal vor. Kältester bewohnter Ort war in diesem Winter Tannheim in Tirol mit minus 28,9 Grad am 6. Februar. Wärmster Ort war Güssing im Burgenland mit plus 20,9 Grad am 24. Februar.

Besonderheiten gab es auch in Sachen Sonne: In Vorarlberg und Tirol war es ungewöhnlich trüb. So liegt Innsbruck 15 Prozent unter dem Wert eines durchschnittlichen Winters. So wenig Sonne gab es hier zuletzt 1994/95.

 

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