Experten warnen

So gefährlich ist die Tigermücke wirklich

Die asiatische Tigermücke breitet sich immer weiter aus. Sie kann Tropenkrankheiten übertragen - doch wie groß ist das Risiko?
Heute Life
30.07.2026, 09:38
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Die asiatische Tigermücke ist längst kein Exot mehr. Die kleine, schwarz-weiß gestreifte Stechmücke hat sich in den vergangenen Jahren in Mitteleuropa etabliert und ist mittlerweile auch in Wien, Graz und Linz in größerer Zahl anzutreffen.

Über den internationalen Warenverkehr gelangen die Tiere nach Europa - oft verstecken sie sich in gebrauchten Autoreifen oder legen ihre Eier in Wasserresten ab. Auch Reisende bringen im Gepäck oder Auto manchmal einzelne Mücken mit. Der Klimawandel mit milderen Wintern begünstigt die Ausbreitung zusätzlich.

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Wie quarks.de berichtet, kann die Tigermücke mehr als 20 verschiedene Viren übertragen - darunter Dengue-, Chikungunya- und Zika-Erreger. Eine Infektion bekommt man aber nicht automatisch bei jedem Stich.

Mehrere Faktoren müssen zusammenkommen

Damit eine Tigermücke tatsächlich eine Tropenkrankheit überträgt, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein: Die Mücke muss zuvor eine infizierte Person gestochen haben, das Virus muss sich in ihr vermehren können, und sie muss danach erneut zustechen.

Bislang sind alle Fälle von Tropenkrankheiten in Deutschland und Österreich auf Auslandsreisen zurückzuführen. In Frankreich, Italien und Kroatien gab es allerdings bereits lokale Übertragungen. Fachleute erwarten, dass auch bei uns in naher Zukunft erste Fälle möglich sind - rechnen aber mit Einzelfällen und nicht mit großen Ausbrüchen.

So kannst du dich schützen

Als Mückenschutz empfehlen Experten Mittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin. DEET wirkt am längsten, kann aber die Haut reizen und ist für Kinder sowie Schwangere nicht geeignet. Icaridin gilt als besser verträglich. Natürliche Alternativen wie Zitronen-Eukalyptus-Öl schützen ebenfalls, aber weniger effektiv.

Wichtig ist auch, Brutstätten zu beseitigen: Regentonnen abdecken, Gießkannen regelmäßig entleeren und Blumentopfuntersetzer nicht mit stehendem Wasser stehen lassen. Die Tigermücke legt ihre Eier in kleinste Wasseransammlungen - jeder Gegenstand im Garten kann zur Brutstätte werden.

In stark betroffenen Gebieten setzen Behörden biologische Mittel wie das Bakterium BTI ein, das gezielt Mückenlarven abtötet, aber für Menschen und andere Tiere ungefährlich ist. In Graz werden heuer sogar sterile Tigermücken-Männchen freigesetzt, um die Vermehrung zu stoppen.

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