So gefährlich ist der Hurrikan Dorian

Der sich den USA nähernde Wirbelsturm Dorian ist auf die zweithöchste Kategorie hochgestuft worden. Er erreiche nun die Hurrikan-Stufe 4.
Hurrikan Dorian wird am Sonntag auf den Bahamas und am Montag in Florida erwartet. Der Wirbelsturm ist auf die zweithöchste Kategorie hochgestuft worden. Er erreiche nun die Hurrikan-Stufe 4 auf der fünfstufigen Skala, teilte das US-Hurrikanzentrum (NHC) am Freitagabend in Miami mit. Nach dem US-Bundesstaat Florida rief inzwischen auch Georgia den Notstand aus.

Die Anwohner in Florida bereiten sich derzeit auf den Hurrikan vor. So auch die Familie Johnson. In einem Video des "Miami Heralds" ist zu sehen, wie die Geschwister Shelley und Colin Johnson einen Tag nach dem Tod ihres Vaters die Fenster und Türen seines Hauses in Vero Beach, eine zweistündige Autofahrt von Miami Beach entfernt, mit Holzbrettern verbarrikadieren. "Es ist gerade ein wenig viel auf einmal", so Shelley Johnson.



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Einer der Gründe, weshalb sie und ihre Familie sich zur Flucht entschlossen haben, war eine Sendung in den TV-Nachrichten. Dort wurde ihr die Intensität, mit der der Sturm auf das Festland zusteuert, bewusst. Shelley Johnson: "Wir hoffen, dass alles noch steht wenn wir zurückkommen."

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. So steuert Dorian auf die Bahamas zu

Hurrikan Dorian soll am Sonntag über die nördlichen Bahamasinseln ziehen und am Montag Florida erreichen. Laut Meteorologen von Meteoschweiz kann er bis zu diesem Zeitpunkt über dem warmen Ozean weiterhin Energie aufnehmen und sich intensivieren. "Der Landfall geschieht dann als Kategorie 4 Hurrikan mit erwarteten Windgeschwindgkeiten von teils über 220 km/h", so die Experten.



Kostenlos Flüge umgebucht

Dorian sammelte über dem rund 29 Grad Celsius warmen Wasser des Atlantiks weiter Kraft. Das Zentrum des Sturms bewegte sich langsam in Richtung der nördlichen Bahamas. Der Sturm erreichte schon am Freitagabend Windgeschwindigkeiten von rund 215 Kilometern pro Stunde.

Trump hatte am Donnerstag die Befürchtung geäußert, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan Andrew – oder gar noch schlimmer. Als Andrew 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar.

Die Sturmwarnung trifft die USA an einem verlängerten Wochenende – am Montag ist dort ein Feiertag. Einige Fluggesellschaften ließen Passagiere Flüge kostenlos umbuchen, wie US-Medien berichteten.

Das bedeutet Kategorie 4

Ein Hurrikan der Kategorie vier bringt typischerweise zerstörerische Winde mit sich, die katastrophale Schäden anrichten. Häuser dürften leicht abgedeckt werden, viele Bäume und Strommasten einknicken unter dem Druck der Böen, die bis zu 250 Kilometer pro Stunde erreichen können.

In der Folge könnten betroffene Gebiete für Tage oder gar Wochen ohne Strom und unbewohnbar sein, wie die US-Behörden warnen. Der Hurrikan wird auch heftigen Regen mit sich bringen und zu Überschwemmungen führen.

Nach dem US-Bundesstaat Florida rief inzwischen auch Georgia den Notstand aus. Bewohner machten Hamsterkäufe und verrammelten ihre Fenster. An Tankstellen herrschte großer Andrang. US-Präsident Donald Trump warnte, der Sturm sei "extrem gefährlich". (chk/sda)

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