So "geil" ist die Leitstelle für Rettungstransporte

Jetzt ist sie fix: Eine neue gemeinsame Leitstelle für Rettungs- und Krankentransporte soll die Einsätze der Blaulichtorganisationen besser koordinieren.

Noch-Sozial- und Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger und Bald-Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker präsentierten am Mittwoch gemeinsam die neue Leitstelle für Rettungs- und Krankentransporte in der Gilmgasse (Hernals). Ob der künftige Stadtrat dabei ist, schien kurz in der Schwebe – am Dienstag kündigte die Rathauskorrespondenz den Fonds-Soziales-Wien-Chef noch an, Mittwoch Früh schien plötzlich nur noch Sandra Frauenberger in der Terminliste auf. Mit etwas Verspätung kam Hacker, der das Projekt zur Reform des Rettungs- und Krankentransportwesens leitet, dann aber doch.

"Geile" Leitstelle nach "intensiver Phase"

"Geil" finde er die neue Technik, das neue System für die gemeinsame Leitstelle, so Hacker. Eine "intensive Phase" sei vorbei. "Die Organisationen haben alle lange Traditionen", es habe Überzeugungsarbeit gebraucht, so Hacker. "Die technischen Probleme sind gelöst, die Systeme umgestellt", freut sich Hacker. Und: "Eine neue Zukunft liegt vor uns. Das finde ich cool".

Es habe "turbulente Zeiten" gegeben, "was die Organisation des Krankentransportwesens betrifft", so Noch-Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger.

Hacker: "Ich sage nichts zu meiner Funktion"

Um Journalistenfragen zuvorzukommen, stellte der designierte Stadtrat Hacker gleich klar: "Ich sage nichts zur meiner Funktion – echt nichts."

Die scheidende Stadträtin Frauenberger ist mit ihrem Nachfolger "sehr zufrieden. Es ist ein sehr gutes Gefühl", sie "gehe leichter", so Frauenberger. Was sie nach dem 24. Mai machen wird? "Urlaub" und dann werde sie sich "weiter politisch engagieren".

15 Mitarbeiter in neuer Leitstelle

Wie funktioniert die neue Leitstelle für Rettungs- und Krankentransporte? 15 Mitarbeiter werden rund um die Uhr in der Leitzentrale sein. "Wir haben es geschafft, dass alle Organisationen in der Landesleitzentrale sind", erklärt Rainer Gottwald, Chef der Wiener Berufsrettung. In der Rettungszentrale in Hernals gehen ab der zweiten Jahreshälfte alle Anrufe der Berufsrettung Wien und der privaten Rettungs- und Krankentransporte (also Arbeiter-Samariterbund, Grünes Kreuz, Johanniter, Malteser, Rotes Kreuz und der Sozialmedizinische Dienst) ein. Sinn: "Die Effizienz der Abläufe soll erhöht werden", so Hacker.

Neue Art der Zusammenarbeit

Die Leitzentrale der Berufsrettung Wien bleibt weiterhin in der Radetzkystraße. Mit den Kollegen wird eng zusammengearbeitet. Beide Leitstellen sind miteinander verbunden. "Wenn es etwa einen medizinischen Notfall gibt", werde das weitergeleitet, so Gottwald. "Es werden Synergien hergestellt", so Gottwald. Es werde eine "Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, wie sie noch nie stattgefunden hat", so Gottwald. "Man kann sofort den Rettungseinsatz koordinieren", erklärt er. Wer etwa die Nummer der Johanniter anruft, landet künftig in der gemeinsamen Leitstelle. "Die alten Nummern bleiben. Das System erkennt, wer angerufen wurde", erklärt Gottwald. Kosten für die neue Leitstelle: 3,7 Millionen Euro. Dafür ersparen sich die einzelnen Blaulicht-Organisationen ihre eigenen Leitstellen.



(gem)

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