Österreich

So grausam starb Janika: Vater drohen 15 Jahre Haft

Heute Redaktion
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Baby starb, Richter Manfred Hohenecker
Baby starb, Richter Manfred Hohenecker
Bild: iStock (Symbol), Fritz Schaler

Nur 95 Tage alt wurde Janika aus dem Bezirk Korneuburg. Sie musste sterben, weil der Vater (29) überfordert war und die Mutter das Kontaktverbot des 29-Jährigen ignoriert hatte.

Diese Woche müssen sich Patrick P. und Sabrina T. am Gericht Korneuburg wegen des Todes der kleinen Janika verantworten. Ein gewaltsamer Tod, der eigentlich nicht sein hätte dürfen, aber trotz behördlicher Auflagen nicht zu verhindern war.

Kontaktverbot zu Kindern

Das Paar hatte sich erst nach gescheiterten Beziehungen mit mehreren Kindern gefunden, einen Sohn (jetzt 2) gezeugt. Bereits kurz nach der Geburt hatte Patrick P. den Kleinen beim Wickeln schwer verletzt, ihm aus verminderter Frustrationstoleranz einen Oberschenkeldrehbruch zugefügt, fasste dafür 15 Monate bedingt und ein Kontaktverbot zu den Kindern aus.

Die 28-Jährige wurde erneut schwanger, im April 2017 kam Janika zur Welt. In der Folge ignorierte die Mutter die behördliche Kontaktsperre oft, gab Janika sogar in die Obhut des Vaters.

Drama im Juli

Im Juli hat Patrick P. die Kleine, laut Anklage, zwei Mal geschüttelt – aus Überforderung - besonders heftig in der Nacht auf 16. Juli, weil Janika laut weinte. In der Früh lag Janika leblos im Bettchen. Der Notarzt reanimierte den Säugling, Janika wurde ins SMZ Ost eingeliefert und starb dort am 18. Juli („Heute" berichtete).

Knallharter Richter

Patrick R. entging knapp einer Mordanklage, muss wegen Körperverletzung mit Todesfolge (bis 15 Jahre Haft), Sabrina T. wegen Vernachlässigens unmündiger Personen (bis zehn Jahre) auf die Anklagebank. Richter Manfred „Gnadenlos" Hohenecker ist bekannt dafür, nicht vor Höchststrafen zurückzuschrecken. Es gilt die Unschuldsvermutung. (Lie)