So grillt Armin Wolf Sektionschefin zu Corona-Impfungen

Katharina Reich in der "ZiB2".
Katharina Reich in der "ZiB2".Screenshot ORF
Jede Menge kritische Fragen erwarteten die Sektionschefin für öffentliche Gesundheit im "ZiB2"-Interview am Dienstagabend.

Eigentlich wollte "ZiB2"-Anchorman Armin Wolf am Dienstagabend ja Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) zum Impf-Plan der Regierung befragen. Dieser lehnte aber ab und schickte stattdessen Katharina Reich, Sektionschefin für öffentliche Gesundheit, ins Interview-Studio.

700 Personen in sieben Tagen geimpft

Sie verriet, dass bisher 6.770 Personen in Österreich gegen das Coronavirus geimpft wurden. Wolf rechnete nach, dass angesichts des vorigen Letztstandes nur 700 Personen in der vergangenen Woche geimpft wurden. Das ist laut Reich auf den "gemeinsamen Impftermin" zurückzuführen. Dieser sei vereinbart worden, als noch nicht klar war, wie viel Impfstoff wie schnell nach Österreich kommt.

"Die Impfungen sind eine logistische Herausforderung", so Reich. "Die Impfung muss wohl geplant sein, eine Hauruck-Aktion ist nicht zielführend. Uns ist wichtig, dass wir den kommunizierten Plan einhalten, weil die Menschen Sicherheit brauchen."

Um Wolfs Einwand, dass betagte Menschen in Pflegeheimen auf die Impfung warten würden, während viele Impfdosen ungenutzt lagern, wischte die Sektionschefin weg: "Es geht nicht um die Impfwilligkeit, sondern um die Vorbereitung." Alle Menschen müssten vor dem Start in den Heimen aufgeklärt werden.

Impfbereitschaft

Und wie es ist die Impfbereitschaft beim Personal in Pflegeeinrichtungen? Etwa 50 Prozent: "Das ist ein Thema, an dem wir kontinuierlich arbeiten. Mit 50 Prozent liegen wir weit über der Bereitschaft bei anderen Impfungen." Ab wann können sich alte Menschen, die nicht im Heim leben, impfen lassen? "Sie fallen in Priorität 2, das wird im März sein", so Reich.

Zum Schluss des Gesprächs wollte Wolf wissen, wie regelmäßig Impfzahlen in Österreich veröffentlicht werden sollen. Nicht täglich, so Reich. Vielleicht jede Woche. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es tägliche Updates, in Italien kann man im Internet live die Zahlen verfolgen. Die Sektionschefin dazu: "Das ist schön."

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