Formel 1

So kam es zum schweren Feuer-Unfall von Romain Grosjean

Romain Grosjean entkam im November beim Grand Prix von Bahrain der Feuer-Hölle. Nun klärte ein Bericht, warum der Wagen lichterloh brannte. 
Heute Redaktion
06.03.2021, 10:34
olympia live
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Die Bilder gingen um die Welt. Nur Sekunden nach dem Start kam Grosjean von der Strecke ab, krachte mit seinem Haas-Boliden in die Leitplanke. Plötzlich breitete sich ein Feuerball aus. Nach bangen Sekunden des Wartens hatte sich der Franzose selbst befreien können. 

Eine Untersuchung der Sicherheitsabteilung der FIA klärte nun den Unfall-Hergang. Auslöser des schweren Crashs war Daniil Kwjat im Alpha Tauri. Bei 241 km/h touchierten sich die beiden Boliden. Grosjeans Haas schlug dann mit 192 km/h und in einem Winkel von 29 Grad in die Leitplanke ein. Dem Aufprall mit 67 G konnte die mittlere Leitplanke nicht standhalten. Der Bolide wurde in zwei Teile gerissen. 

Beim Aufprall hatte sich das Heck vom restlichen Boliden getrennt. Deshalb löste sich auch die Inspektions-Luke des Tanks, außerdem rissen die Benzinleitungen von der Sicherheitsblase des Tanks ab. Benzin trat aus, entzündete sich. Warum sich der Tank nach dem Lösen der Benzinleitungen nicht selbst versiegelte, ist unklar. 

Die Untersuchung ergab auch: Monocoque, Halo sowie HANS retteten Grosjean das Leben, federten die Wucht beim Aufprall ab. Der Franzose saß 27 Sekunden im Feuer, konnte sich schließlich selbst befreien, wurde sofort von Rennarzt Ian Roberts versorgt. "Der Einsatz aller Beteiligten war heroisch", lobte Sicherheitsdirektor Adam Baker. 

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