Etwas mehr als 40 Minuten waren in der bei uns nächtlichen Session absolviert, als das Training plötzlich mit einer roten Flagge abgebrochen wurde – zur Überraschung der Teams und Fahrer. Denn für die Rot-Phase gab es keinen ersichtlichen Grund. Weder war ein Formel-1-Auto gecrasht, noch lagen Trümmerteile auf der Strecke. Die Rennleitung brauchte schließlich mehrere Minuten, um die Situation aufzuklären. Doppel-Weltmeister Max Verstappen holte sich schließlich in seinem Red Bull mit 1:18,790 die Tagesbestzeit.
Schnell machte im Fahrerlager die Runde, dass ein Problem mit dem GPS die überraschende Rot-Phase auslöste. Doch dies sei laut einem Bericht von "Motorsport-Total.com" nur die halbe Wahrheit, denn das GPS habe auch während der kurzen Trainingsunterbrechung stets funktioniert. Allerdings hätte ein elektronisches System, das Reifendaten übermittelt, für die kuriose Störung gesorgt. Durch den Ausfall dieses Systems seien weitere Datenübertragungen – etwa die genaue Positionierung der Boliden auf der Rennstrecke – gestört worden.
Das Training konnte schließlich nach rund neun Minuten wieder aufgenommen werden. So lange dauerte es, bis die Rennleitung den Fehler im System fand und beheben konnte.
Die Unterbrechung der Session nahmen die Piloten jedenfalls wohlwollend auf, schließlich sei dies eine Frage der Sicherheit. "Wenn es viel Verkehr auf der Strecke gibt, das halbe Feld auf einer fliegenden Runde ist und die andere Hälfte auf langsamen Runden, dann ist es wie ein Blindflug. Es besteht zusätzliches Risiko", meinte etwa Alfa-Romeo-Pilot Valtteri Bottas.
Am Samstag (7 Uhr) steht nun das Qualifying zum Großen Preis von Australien auf dem Programm, am Sonntag (7 Uhr) folgt dann das dritte Saisonrennen. Hoffentlich ohne Rot-Flagge...