So kämpft Wien künftig gegen die Hitze

Städte sind Hitzeinseln, in denen es bis zu zehn Grad Celsius wärmer sein kann als im Umland. Mit 70 verschiedenen Maßnahmen will die Stadt Wien den Sommer im Stadtgebiet in Zukunft kühlen, so die Leiterin der Umweltschutzabteilung, Karin Büchl-Krammerstätter, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

In einem dreijährigen EU-Projekt haben Wissenschafter und Entscheidungsträger aus acht europäischen Städten "Strategien zur Minimierung des globalen Phänomens urbaner Hitzeinseln" untersucht. Neben Wien waren Budapest, Ljubljana, Modena, Padua, Prag, Stuttgart und Warschau beteiligt, am Donnerstag fand die Abschlusskonferenz in Wien statt.

Aus 300 Optionen habe man für Wien 70 in erster Linie "untechnische" Lösungen ausgewählt, die Kriterien waren hauptsächlich Wirksamkeit und Umsetzbarkeit, so Büchl-Krammerstätter.

Natur-Maßnahmen. So sollen etwa Alleebäume gesetzt werden, Kletterpflanzen Fassaden begrünen

Bauliche Maßnahmen. Gehwege sollen das Sonnenlicht stärker reflektieren und neue Wasserinseln in der Asphaltwüste entstehen. Bei der Stadtplanung wolle man auch stärker berücksichtigen, dass Windschneisen offen bleiben.

Maßnahmen im Verkehr. Auch der Individualverkehr solle weniger werden, das Ziel sei eine Reduktion auf 20 Prozent bis ins Jahr 2025, so Erich Valentin (SPÖ), Gemeinderat und Vorsitzender des Wiener Umweltausschusses. Der öffentliche Verkehr soll weiter ausgebaut, Fußwege schöner gestaltet und auch das "scheinbare Reizthema Fahrradverkehr" diskutiert werden.

 

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