"Das 365 Euro Jahresticket deckt einen immer geringeren Teil der anfallenden Kosten im öffentlichen Verkehr. Viele meinen jetzt, dass wir deshalb den Preis des Tickets erhöhen sollen. Das werden wir nicht tun, weil das wäre sozial und klimapolitisch falsch. Wir bleiben bei einem Euro pro Tag für alle Öffis in Wien“, versprach Wiens Bürgermeister Michael Ludwig bei seiner Rede am 1. Mai am Wiener Rathausplatz. Weiters kündigte er ein "milliardenschweres Investitionspaket" für das Gesundheitssystem an.
Für wie lange diese Preisgarantie gültig ist, erwähnte der Stadtchef in seiner Rede aber nicht. Die derzeitige Inflation - im April lag sie bei 7,2 Prozent - lässt ja eine baldige Erhöhung bei Gebühren, Abgaben und eben auch Öffi-Tarifen befürchten. Denn auch die Wiener Linien sehen sich aufgrund der explodierenden Energiepreise massiv steigenden Kosten gegenüber.
"Heute" fragte daher nach. Aus dem Büro des Wiener Bürgermeisters heißt es am Sonntag: "Die Zusage, den Preis für die Jahreskarte der Wiener Linien bei 365 Euro pro Jahr zu belassen ist mindestens ein Jahr gültig." Was danach passiere, müsse man sehen. Denn niemand könne derzeit voraussehen, wohin sich die Preise für Energie und Co aufgrund des Ukraine-Kriegs hinbewegen.