So lief das Ambulanz-Chaos im Donauspital ab

Bis zu 16 Stunden warteten Eltern mit ihren kranken Kindern am Sonntag in der Kinderambulanz im Donauspital. "Heute" erklärt: So lief das Chaos-Wochenende ab.

am Sonntag in der Kinderambulanz im Donauspital. "Heute" erklärt: So lief das Chaos-Wochenende ab.

Weinende Kinder, genervte Eltern, gestresste Ärzte: Das war am Wochenende das Bild in der Kinderambulanz. Jetzt wird das Ausmaß der Nervenprobe klar: "Insgesamt 464 Kinder sind am Wochenende in die Kinderambulanz im Donauspital gekommen", sagt ein KAV-Sprecher.

Im Detail: Zunächst waren Samstagfrüh zwei Ärzte im Dienst. Zu Mittag wurde ein dritter, später noch drei weitere Ärzte eingesetzt. 218 kleine Patienten wurden versorgt. Am Sonntag startete das Spital mit drei Ärzten. Der Ansturm war noch größer als am Tag davor. Daher wurden erneut drei weitere Ärzte angefordert, sie kümmerten sich um 246 Kinder.

An einem "normalen" Wochenend- Tag kommen 50 bis 70 Patienten in die Ambulanz, zwei Ärzte sind im Einsatz, heißt es vom Krankenanstaltenverbund. Man will sich nun mehr auf die Grippewelle einstellen.

Ärztevertreter Szekeres: "Kein Einzelfall"

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zeigt Mitgefühl: "Ich habe den Eindruck, dass organisatorisch etwas schiefgegangen ist." Man müsse so etwas in Zukunft vermeiden.

"Die Grippewelle beginnt erst", warnt Ärztekammer-Wien-Chef Thomas Szekeres. "Ich glaube nicht, dass das ein Einzelfall ist. Ich fürchte, dass das der Regelfall wird, wenn man nicht gegensteuert." Ärzte-Personalvertreter Wolfgang Weismüller sagt: "Es gab zur gleichen Zeit auch im St. Anna Kinderspital und im Wilhelminenspital extrem lange Wartezeiten."

Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) sagt, man müsse die Spitäler entlasten: "Es braucht im niedergelassenen Bereich flexiblere Angebote für die Versorgung."

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