So lief der erste Corona-Schultag in OÖ ab

Am Dienstag startete in unserem Bundesland wieder die Schule, zumindest für die Maturanten. "Heute" schaute sich an, wie der erste Schultag an einem Linzer Gymnasium ablief.
Fast zwei Monate Home-Schooling, immer noch verschärfte Bedingungen wegen der Pandemie und in gut drei Wochen steht auch noch die alles entscheidende Matura vor der Tür.

Die Schüler in unserem Land sind aktuell wirklich nicht zu beneiden. Aber dennoch, auch für sie muss es weitergehen, ein Abschluss muss her.

Aus diesem Grund ging es nach vielen Wochen am Dienstag auch am Georg von Peuerbach-Gymnasium in Linz-Urfahr wieder mit dem Unterricht los. Für die Maturanten beginnen jetzt die Vorbereitungen auf die Prüfungen - die heiße Phase - für andere Schüler gibt's die Möglichkeit, sich in dem einen oder anderen Fach noch zu verbessern.

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Direktor wartete bereits am Schuleingang



Der Wiedereinstieg ins Schulleben wurde ganz genau geplant, wie Direktor Herbert Kirschner gegenüber "Heute" erzählt. Der Unterricht findet geblockt statt, weshalb die Schüler gestaffelt, die ersten Gruppen ab 8 Uhr, weitere Schüler dann zeitlich versetzt ins Schulgebäude gelassen wurden.

Am Eingang wartete schon der Direktor gemeinsam mit einem Lehrer, um den Schülern zu sagen, in welchem Klassenzimmer der Unterricht stattfinden wird. Zugang gab es natürlich nur mit Maske. "Wenn sie kommen, müssen sie sofort Händewaschen", so Kirschner.

Überhaupt, mehrmals täglich, zumindest für 30 Sekunden mit Seife die Hände zu waschen, steht ganz weit oben, auf der Liste der Hygienemaßnahmen der Schule. Außerdem, für manche vielleicht auch ganz super: die Hausschuhpflicht entfällt (die Garderobe ist nämlich viel zu eng!).

Zu Besuch bei der 8S-Klasse



Der Mund-Nasen-Schutz bleibt weiter auf, solange bis die Schüler im Klassenzimmer auf ihrem Platz sitzen. Pro Tisch sitzt ein Schüler, mit Mindestabstand zueinander. In jedem Klassenzimmer steht ein Desinfektionsmittel auf dem Lehrertisch, das die Schüler benützen können.

Wir besuchen die 8S-Klasse, wollen auch nicht lange stören, denn Lehrerin Erna Durakovic (28) unterrichtet gerade Deutsch. Alles scheint wie immer, die Stimmung ist locker, gelöst. Trotz des Abstands wird sich zwischendurch auch mit dem Nachbarn ausgetauscht.

Aber eines fällt dann doch noch auf, das anders ist, als in den Wochen zuvor - vor Corona.

Bewegt sich Erna Durakovic durch das Klassenzimmer, um einem Schüler zu helfen, zieht sie sich sofort wieder die Maske an.

Aus Sicht eines Maturanten



Wie fühlt sich das als Schüler an?, fragen wir Tom Czejka. "Natürlich ungewohnt, aber viel ungewohnter ist, dass heute so viele Medien da sind", antwortet der 18-Jährige und grinst. Angst vor der Matura hat er keine, eher davor, dass vielleicht wieder eine zweite Erkrankungswelle losgetreten werden könnte. Darüber, dass die Schule wieder losgegangen ist, freut er sich. "Es war gut so, dass das so beschlossen wurde", sagt er.

Auch wenn er in den nächsten Wochen noch eine Deutsch-Schularbeit schreiben darf. Wir lassen die Klasse wieder weiterarbeiten, verabschieden uns und gehen langsam in Richtung Ausgang. Nur mit Maske - eh klar.





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