So lief der Rücktritt von Schramböck wirklich

Kein freiwilliger Abgang: Margarete Schramböck
Kein freiwilliger Abgang: Margarete SchramböckHelmut Graf
Der Abgang von Digitalisierungsministerin Schramböck war bei weitem nicht so "freiwillig" wie von der ÖVP überliefert. "Heute" hat die Hintergründe.

In seinem Team habe jeder das Recht, den Zeitpunkt des Rücktritts selbst festzulegen. Das hatte Kanzler Karl Nehammer nach den Rücktritten von Elisabeth Köstinger und Margarete Schramböck erklärt. Bei zweiterer stimmt das nach "Heute“-Informationen nicht. "Auch wenn sie in den letzten Monaten viel zu verdauen hatte: Jetzt gehen wollte sie nicht", sagt ein Vertrauter.

So kam's tatsächlich zum Abgang:

Köstingers plötzlicher Schritt hatte alle in der ÖVP überrascht. Damit war aber dem Team der Digitalisierungsministerin klar: Es ist vorbei. Schramböck selbst war an diesem Montag bei einer lange geplanten Sitzung des Vorstands der Tiroler ÖVP in Innsbruck. Ihr Rücktritt war dabei kein Thema.

Nehammer-Anruf kurz vor Routinesitzung

Allerdings hatte Schramböck nur eine Stunde vor der Sitzung einen Anruf von Nehammer. Der Kanzler und Parteichef stellte sie dabei vor die Wahl: selber gehen oder gegangen werden. Das Ende für die Ministerin war besiegelt. Medien berichteten bereits über Schramböcks Rücktritt, der musste also schnell verkündet werden.

"Jetzt gehen wollte sie nicht"

Man entschied sich – wie damals bei Gernot Blümel – den Abschied in einem Video auf Social Media bekanntzugeben. Aufgenommen wurde der Fünfeinhalbminuten-Clip noch vor Ort in Innsbruck – online ging er dann um 15.42 Uhr.

Büro-Übergabe ohne Medien

Mittwochvormittag räumte Schramböck schließlich ihr Büro im Regierungsgebäude am Wiener Stubenring und übergab es an Nachfolger Martin Kocher. Auf Medien, wie sonst bei solchen Terminen üblich, verzichtete man bei diesem Akt.

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