So massiv brechen Weihnachtsumsätze heuer ein

Die Geschäfte auf der Mariahilfer Straße sind geschlossen.
Die Geschäfte auf der Mariahilfer Straße sind geschlossen.picturedesk.com
Den Weihnachtsumsätzen droht heuer ein beispielloser Einbruch. Laut der Prognose von "RegioPlan" gibt es einen Rückgang von 2,1 auf 1,75 Milliarden.

Aufgrund der Corona-Krise wird es heuer im Weihnachtsumsatz einen massiven Einbruch geben. Laut der Prognose des Standortberaters "RegioPlan" werde es gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzeinbruch von 17 Prozent - von 2,1 auf 1,75 Milliarden Euro geben. Besonders hart trifft es den stationären Handel, die Gastronomie und die Christkindlmärkte.

"Seuchenjahr"

Ein wichtiger Teil der umsatzrelevanten Zeit wurde nach Angaben der Experten bereits versäumt. "RegioPlan" spricht von einem regelrechten "Seuchenjahr". "Das trifft vor allem Branchen, die Waren anbieten, die man vorwiegend nicht 'braucht', sondern 'will' - also Mode, Elektronik, Spiele, Schmuck und Ähnliches", so die Experten. Dass die Weihnachtsatmosphäre heuer ausbleibt, hemmt ebenso den Impuls beim Einkauf.

Online- und Lebensmittelhandel gewinnen

Einzige Gewinner sind Online- und Lebensmittelhandel. Während der typische Handel um 28 Prozent einbrechen und einen Umsatz von 840 Millionen Euro erzielen dürfte, werden die Ausgaben im Onlinehandel um 47 Prozent in die Höhe schnellen und könnten 560 Millionen Euro erreichen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

Ähnlich sieht es im Lebensmittelhandel aus, dieser profitiert von der Gastro-Schließung. Auch weil viele Österreicher heuer nicht auf Urlaub fliegen, könne der Lebensmittelhandel im Weihnachtsgeschäft mit einem Plus zwischen acht und zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr rechnen.

Auch Minus am "Black Friday"

Die größten Verlierer sind die Christkindlmärkte, hier wird es ein Minus von 74 Prozent geben. In der Gastronomie geht man von einem Rückgang von 67 Prozent aus.

Normalerweise gelten die letzten November-Tage mit "Black Friday" und "Cyber Monday" als äußerst umsatzstark. Laut Handelsverband gab es heuer ein Minus von acht Prozent.

Nav-Account red Time| Akt:
HandelLebensmittel

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen