Über Blähungen spricht kaum jemand gern. Dabei entstehen Darmgase ganz normal bei der Verdauung. Bakterien im Darm zerlegen Nahrungsbestandteile, und dabei bilden sich Gase. Ein Teil davon wird über die Atemluft abgegeben, der Rest entweicht als Flatulenz.
Die Frage, wie oft Pupsen normal ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Messmethode reichen die Durchschnittswerte von etwa 5 bis über 30 Mal pro Tag.
In einer Studie wurden bei den Teilnehmern zwischen 2 und 59 Flatulenzen pro Tag gezählt, nach Angaben von CHIP. Bei rund 8 von 10 Personen lag der Wert jedoch zwischen 2 und 7 pro Tag.
Wer häufiger Blähungen hat, muss deshalb nicht automatisch krank sein. Ernährung, Essgeschwindigkeit und kohlensäurehaltige Getränke beeinflussen die Gasbildung stark. Proteinreiche Lebensmittel wie Eier können besonders übel riechende Blähungen verursachen.
Der unangenehme Geruch entsteht oft durch schwefelhaltige Verbindungen, die bei der Verdauung bestimmter Lebensmittel gebildet werden. Das ist zwar lästig, aber nicht automatisch ein Warnzeichen.
Kritisch wird es, wenn Blähungen neu auftreten, lange anhalten oder von weiteren Beschwerden begleitet werden. Treten sie zusammen mit veränderter Stuhlhäufigkeit oder Stuhlkonsistenz auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.