So oft sollte man Bad-Utensilien austauschen

Zahnbürste, Duschschwamm und Handtuch – wir verraten die größten Keimschleudern im Badezimmer und ihre Austausch-Deadlines!

Die Klobürste

Wenn die Klobürste nicht gerade in der Kloschüssel die Schmutzarbeit erledigt, wartet sie in ihrer feuchten Halterung auf ihren nächsten Einsatz. Dieses Milieu ist der perfekte Nährboden für Bakterien wie Escherichia Coli (Darmbakterien) und Schimmelsporen, die sich im ganzen Raum verteilen können. Das passiert immer dann, wenn man schrubbt und gleichzeitig spült. Der Sprühnebel verteilt die Keime so auf Handtücher und Zahnbürsten.

Achte darauf, dass sich kein Wasser in der Halterung ansammelt, um die Bakterien möglichst im Zaum zu halten. Den Bürstengriff solltest du einmal in der Woche mit einem Desinfektionsspray reinigen, den Bürstenkopf spätestens alle sechs Monate austauschen.

Die Haarbürste

Viele Haarbürsten sind stets auf Reisen: von der Handtasche in den Koffer, in den Rucksack und zurück ins Bad. Solange sie trocken sind, ist das auch kein Problem. Kämmst du die Haare aber im nassen Zustand – und ist die Bürste dann auch noch voll mit alten Haare – wird's tricky. Auf dem feuchten Bürstenkopf fühlen sich die dort angesiedelten Keime nämlich pudelwohl. So entsteht eine Bakterien-Brutstätte, die zusammen mit Schmutzresten und Talg deine Kopfhaut reizt.

Einmal pro Woche sollten Haarbürsten mit Shampoo und heißem Wasser gereinigt werden. Austauschen solltest du die Bürste alle sechs bis acht Monate.

Das Handtuch

Nach dem Duschen ist man sauber. Schmutzig wird das Handtuch deshalb ja nie so richtig, oder? Falsch. Denn erstens wirst du dich beim Duschen wohl kaum komplett desinfizieren, zweitens rubbelst du mit dem Frottee auch abgestorbene Hautzellen ab, die im Handtuch verbleiben. Häng die Tücher nach dem Abtrocknen so auf, dass sie möglichst schnell trocknen können. Im besten Fall benutzt du für Gesicht und Body unterschiedliche Tücher. Mikrobiologen der Universität Arizona, haben in einer Studie nämlich nachgewiesen, dass fast 40 Prozent der Handtücher voller Fäkalbakterien sind. Igitt.

Wer täglich duscht, sollte mindestens zwei Handtücher pro Woche brauchen. Wasch deine Handtücher außerdem bei mindestens 60 Grad, um Bakterien abzutöten.

Der Duschschwamm

Gut anfühlen tut er sich vielleicht, so ein Duschschwamm. Das finden aber auch Bakterien wie Staphylokokken (verursachen Pilzinfektionen) oder Streptokokken (verursachen Halsschmerzen und Fieber), die sich zusammen mit den abgestorbenen Hautschüppchen im feuchten Schwamm ansammeln. Den eigentlichen Zweck, nämlich uns zu reinigen, kann der Duschschwamm nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich erfüllen. Im Gegenteil: Während der Dusche verteilen wir über ihn eine Vielzahl an Bakterien auf unserem Körper.

Säubere den Schwamm nach jeder Benutzung gründlich mit Duschgel und tausche ihn mindestens alle drei Monate aus. Spätestens sobald er anfängt zu miefen – weg damit!

Die Zahnbürste

Staphylokokken, Streptokokken, sogar Darmbakterien – bis zu 600 verschiedene Bakterien haben Forscher in menschlichen Mündern schon aufgespürt. Viele von ihnen sind über die Zahnbürste in den Mund gelangt. Bei der ständigen Feuchtigkeit der Bürste und kleinsten Partikeln von Speiseresten und Mundschleimhaut auch kein Wunder. Achtung: Auch das Spülen bei offenem Klodeckel manövriert die Keime über den Sprühnebel auf die Zahnbürste. Wääääh!

Spüle deine Zahnbürste regelmäßig unter laufendem Wasser ab, damit keine Speisereste darin hängen bleiben. Zusätzlich kannst du deine Zahnbürste einmal pro Woche in antibakterielles Mundwasser tauchen, um zumindest einige Keime auszulöschen. Austauschen solltest du sie alle drei Monate. (ek/20 Minuten)

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