Vor 75 Jahren siegten die Alliierten im Zweiten Weltkrieg über Nazi-Deutschland und dessen Verbündete. In Russland musste die traditionelle, große Militärparade wegen der Corona-Pandemie vom traditionellen Termin am 9. Mai auf den 24. Juni verschieben. Auch jetzt ist die Corona-Pandemie in Russland nicht besiegt, die Parade findet aber trotzdem statt. Viele internationale Gäste bleiben aber aus.
Der russische Präsident hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, die Verdienste der Sowjetarmee bei der Befreiung vom Hitler-Faschismus niemals zu vergessen. "Es ist nicht möglich, sich vorzustellen, was mit der Welt passieren wäre, wenn die Rote Armee sie nicht verteidigt hätte", sagte er am Mittwoch auf dem Roten Platz in Moskau.
"Das Volk der Sowjetunion hat einen nicht wieder gutzumachenden Preis für die Freiheit Europas gezahlt." Die Menschen der Sowjetunion hätten die Hauptlast getragen. 27 Millionen Tote zählte das Anfang der 1990er-Jahre zerfallene Land im Zweiten Weltkrieg. Das sei die "Wahrheit über den Krieg", die nie vergessen werden dürfe.
Das Zentrum Moskaus, etwa die Twerskaja-Straße, war für Zuschauer dieses Jahr weiträumig abgesperrt. Dennoch versammelten sich an angrenzenden Plätzen viele Schaulustige. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte die Bürger dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Parade vor dem Fernseher zu verfolgen.
Junge Menschen, die T-Shirts mit der "Freiwillige Moskaus" trugen, verteilten auf den Straßen kostenlose Einwegmasken.