So protestierten die Mursi-Fans in Wien

In der Wiener City gingen am Freitag Fans von Ägyptens gestürztem Präsidenten Mohammed Mursi auf die Straße.


Vor dem Stephansdom haben sich rund 150 Pro-Mursi-Anhänger versammelt, so die Polizei. Die Demonstranten sprachen von 350. Sie protestieren gegen den "Militärputsch in Ägypten". Ein Sprecher schreit Parolen, redet von "Demokratiebedürfnis". Die Demonstranten sind friedlich.

"Wir stehen da, um die neu gewonnene Demokratie zu verteidigen", sagte ein Redner, Ali Ibrahim.

Plakate und Slogans

Die Demonstranten hielten Mursi-Plakate in die Höhe und skandierten Slogans gegen den liberalen ägyptischen Politiker und Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei und Armeechef Abdel Fattah al-Sisi. "Ja - Mursi. Nein! Putsch!" war auf einem Plakat zu sehen, auf einem anderen stand "Ja zur Legitimität, Nein zu Zerstörung und Aggression".

"In Ägypten ist Platz für alle, Muslime, Liberale und Atheisten, aber unter einer Bedingung: Demokratie", sagte Ali Ibrahim. Die österreichischen Behörden müssten die Beziehungen zu dem diktatorischen Militärregime abbrechen. "Ägypten war immer ein Vorbild für Toleranz und hat es verdient wieder frei zu sein", meinte ein anderer Teilnehmer, Ahmed Gawish.

Solidarität mit Demonstranten in Ägypten

Auch in Ägypten gehen die Mursi-Anhänger auf die Straße. . Nach den Freitagsgebeten werden heftige Ausschreitungen in der ägyptischen Hauptstadt erwartet.

Indes verzögert sich offenbar die Bildung einer Übergangsregierung in Ägypten. Der geschäftsführende Ministerpräsident Hazem al-Beblawi sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, er werde am Sonntag mit den Gesprächen zur Bildung eines Kabinetts beginnen. Er gehe davon aus, dass es bis Ende kommender Woche vereidigt werden könne.

APA/red.
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